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Microsoft SQL Server 2016 Reporting Services

Wachgeküsst


Für viele Jahre in einer Art Dornröschenschlaf versunken, wurde die Reporting-Komponente des Microsoft SQL Servers mit der aktuellen Version nicht nur wieder wachgeküsst, sondern geradezu runderneuert. Startpunkt für eine Roadmap, bei der auch Power BI eine wichtige Rolle spielt.

Als Microsoft im Frühjahr 2004 die Reporting Services erstmals als kostenloses Add-on zum Microsoft SQL Server 2000 bereitstellte, erreichte das an BI-Entwickler gerichtete Tool für die Erstellung von Webreports schnell eine hohe Verbreitung im BI-Markt und zeigte, welch hoher Bedarf an Webreporting herrschte. In den folgenden Versionen adressierte Microsoft zunächst die Anwender des Fachbereichs mit dem integrierten Report Builder und legte dann mit der Integration der Dundas Charts und einer Kartendarstellung als Standardfeature nach. Mit der Version 2008 R2 stand damit eine einfach bedienbare Reportinglösung für Fachbereiche und IT-Abteilungen mit umfangreichen Visualisierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Doch dann wurde es still um die Reporting Services. Mit der Version 2012 des SQL Servers kamen nur noch kleinere Anpassungen. Neue Funktionalitäten erhielten die Reporting Services in dieser Version nur im Zusammenspiel mit SharePoint im Integrated Mode: Power View auf Basis eines BI Semantic Models wurde für OLAP Cubes als Datenquelle verfügbar und vermittelte nicht nur einen ersten Eindruck von den umfassenden Interaktionsmöglichkeiten, mit denen Power BI heute glänzt, sondern war lange Zeit auch die einzige Möglichkeit, um Power-View-Berichte On Premise zu veröffentlichen.

Und mit SQL Server 2014 waren die Reporting Services schließlich tief im Dornröschenschlaf versunken. Bereits seit Langem geforderte Features, wie die Verfügbarkeit auch in anderen Browsern und auf anderen Betriebssystemen, standen auch mit dieser Version nicht zur Verfügung. Die weitere Roadmap, vor allem in Verbindung mit dem neuen Power BI Service von Microsoft, war nicht wenigen Anwendern unklar.

Die Anfang 2015 von Microsoft erworbene Lösung Datazen für die Bereitstellung mobiler Reports deutete schließlich darauf hin, dass mobile Endgeräte doch noch in den Fokus gerückt wurden. Jeder Besitzer einer SQL-Server-Enterprise-Lizenz durfte Datazen herunterladen und einsetzen. Datazen und die SQL Server Reporting Services liefen jedoch nebeneinander und waren auch getrennt zu konfigurieren und zu administrieren.

Wachgeküsst

In der aktuellen Version 2016 sind die Reporting Services jetzt wieder am Puls der ...

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