© best_vector/Shutterstock.com
Windows Developer
Im Portät: Katrin Rabow

Frauen in der Tech-Branche

Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert - so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß. Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Madeleine Domogalla, Katrin Rabow


Windows Developer: Hallo Katrin! Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Katrin Rabow: Ich hatte in der Schule ein oder zwei Jahre EDV als Wahlfach. Da haben wir ein bisschen BASIC programmiert und das hat mir auch Spaß gemacht, aber die ganz große Tech-Begeisterung blieb noch aus. Obwohl wir zu Hause immerhin relativ früh einen C64 stehen hatten, habe ich den, soweit ich mich erinnere, nur zur Textverarbeitung oder zum Spielen genutzt.

Als ich Abitur gemacht habe, galt Wirtschaftsingenieurwesen gerade als „der“ Karriereweg, weswegen ich mich um einen Studienplatz sowohl für WI-Elektrotechnik als auch WI-Maschinenbau beworben habe. Ich habe sogar noch das Vorpraktikum gemacht, das man dafür brauchte, dann aber im letzten Moment beschlossen, dass mir das doch alles zu technisch ist (!) und stattdessen eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau gemacht.

Erst einige Jahre später, nachdem ich mich mit einem Buchhaltungsservice selbständig gemacht hatte, habe ich dann mein Interesse nicht nur für die Anwendung von Software gefunden, sondern mit meinen rudimentären Kenntnissen auch ein bisschen an den Formularen für Auswertungen und Rechnungsdruck gebastelt. Es hat dann aber nochmal 15 Jahre gedauert, bis ich mich entschieden habe, an der TU Darmstadt Wirtschaftsinformatik zu studieren und endlich einigermaßen strukturiert Programmieren zu lernen.

WD: Hattest du konkrete Vorbilder und Unterstützer?

Rabow: Mein Vorbild ist tatsächlich am ehesten – auch wenn es ein bisschen banal klingt – meine Mutter. Die hat zwar mit Technik gar nichts am Hut, aber sie hat sich sehr für die Rechte von Frauen und für Gleichberechtigung eingesetzt. Als Kind habe ich das als gar nicht so außergewöhnlich gefunden, aber es hat mich natürlich schon geprägt. Ich habe zu Hause niemals gesagt bekommen, dass ich irgendetwas als Frau nicht machen könnte – eher wurde ich vielleicht sogar ein bisschen in die Richtung gedrängt, nicht „nur“ Hausfrau und Mutter werden zu wollen, worüber man sicherlich auch streiten könnte.

WD: Kannst du uns einen typischen Tag in deinem Leben schildern?

Rabow: Im Moment studiere ich praktisch Vollzeit und betreue nur nebenbei noch ein paar der alten Kunden.

WD: Wurden dir auf deinem Weg in der Tech-Branche jemals Steine in den Weg gelegt?

Rabow: Hindernisse hatte ich glücklicherweise überhaupt nicht. Im Gegenteil: Ich hatte immer viel Unterstützung – in frühen Jahren von meinen Eltern und Großeltern, in den letzten Jahren ganz viel von meinem Mann und m...

Windows Developer
Im Portät: Katrin Rabow

Frauen in der Tech-Branche

Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert - so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß. Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Madeleine Domogalla, Katrin Rabow


Windows Developer: Hallo Katrin! Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Katrin Rabow: Ich hatte in der Schule ein oder zwei Jahre EDV als Wahlfach. Da haben wir ein bisschen BASIC programmiert und das hat mir auch Spaß gemacht, aber die ganz große Tech-Begeisterung blieb noch aus. Obwohl wir zu Hause immerhin relativ früh einen C64 stehen hatten, habe ich den, soweit ich mich erinnere, nur zur Textverarbeitung oder zum Spielen genutzt.

Als ich Abitur gemacht habe, galt Wirtschaftsingenieurwesen gerade als „der“ Karriereweg, weswegen ich mich um einen Studienplatz sowohl für WI-Elektrotechnik als auch WI-Maschinenbau beworben habe. Ich habe sogar noch das Vorpraktikum gemacht, das man dafür brauchte, dann aber im letzten Moment beschlossen, dass mir das doch alles zu technisch ist (!) und stattdessen eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau gemacht.

Erst einige Jahre später, nachdem ich mich mit einem Buchhaltungsservice selbständig gemacht hatte, habe ich dann mein Interesse nicht nur für die Anwendung von Software gefunden, sondern mit meinen rudimentären Kenntnissen auch ein bisschen an den Formularen für Auswertungen und Rechnungsdruck gebastelt. Es hat dann aber nochmal 15 Jahre gedauert, bis ich mich entschieden habe, an der TU Darmstadt Wirtschaftsinformatik zu studieren und endlich einigermaßen strukturiert Programmieren zu lernen.

WD: Hattest du konkrete Vorbilder und Unterstützer?

Rabow: Mein Vorbild ist tatsächlich am ehesten – auch wenn es ein bisschen banal klingt – meine Mutter. Die hat zwar mit Technik gar nichts am Hut, aber sie hat sich sehr für die Rechte von Frauen und für Gleichberechtigung eingesetzt. Als Kind habe ich das als gar nicht so außergewöhnlich gefunden, aber es hat mich natürlich schon geprägt. Ich habe zu Hause niemals gesagt bekommen, dass ich irgendetwas als Frau nicht machen könnte – eher wurde ich vielleicht sogar ein bisschen in die Richtung gedrängt, nicht „nur“ Hausfrau und Mutter werden zu wollen, worüber man sicherlich auch streiten könnte.

WD: Kannst du uns einen typischen Tag in deinem Leben schildern?

Rabow: Im Moment studiere ich praktisch Vollzeit und betreue nur nebenbei noch ein paar der alten Kunden.

WD: Wurden dir auf deinem Weg in der Tech-Branche jemals Steine in den Weg gelegt?

Rabow: Hindernisse hatte ich glücklicherweise überhaupt nicht. Im Gegenteil: Ich hatte immer viel Unterstützung – in frühen Jahren von meinen Eltern und Großeltern, in den letzten Jahren ganz viel von meinem Mann und m...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang