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Buchtipp

Buchtipp: Learn Windows Subsystem for Linux


Lange vorbei ist die Zeit, als Microsoft Linux mit „Mutationswerbung“ und optisch durchaus niedlich aussehenden pinguinähnlichen Wesen zu bekämpfen versuchte. Spätestens seit der Übernahme des Vorstands durch Satya Nadella hat Microsoft eine neue Richtung eingeschlagen. Ausdruck dieser neuen Strategie ist das Windows Subsystem for Linux, eine Art schlanker Emulator, der die Ausführung von Linux-Programmen in der Windows-Umgebung ermöglicht.

Der Apress-Verlag liefert nun ein Buch, das die Verwendung der WSL-Umgebung in Theorie und Praxis beleuchtet. Das erste Kapitel geht auf die technische Implementierung des WSL im Kernel von Windows NT ein. Was auf den ersten Blick redundant oder unnötig klingt, erweist sich in der Praxis als höchst interessante Lektüre.

Wenig bekannt dürfte sein, dass Windows NT von Haus aus für das Hosting mehrerer End User APIs optimiert war, worauf dieses Buch im ersten Kapitel eingeht. In den darauffolgenden Kapiteln dreht sich alles darum, wie man die WSL-Umgebung mit einer oder mehreren Linux-Partitionen „primiert“, um so die Ausführung von Applikationen sicherstellen zu können – auch in WSL stehen verschiedene Varianten des quelloffenen Betriebssystems zur Verfügung. Die Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Version des WSL kommen im Buch ebenfalls zu Sprache.

Dual-Boot-Betrieb verschiedener Betriebssysteme ist seit Jahr und Tag kein Problem. Das Ärgernis an dieser Vorgehensweise ist, dass der Partitionswechsel prinzipiell zumindest mit einem Kontextwechsel einhergeht; dass auch moderne Hardware zum Starten komplexer Betriebssysteme etwas Zeit braucht, ist ein weiteres Ärgernis. WSL kann seine Stärken deshalb immer dann ausspielen, wenn eine Windows- und eine Linux-Applikation nebeneinander arbeiten und im Idealfall sogar Daten zwischen den beiden Betriebssystemapplikationen geteilt werden. Der Autor erklärt diese Vorgehensweise mit Liebe zum Detail, was in der Praxis einiges an Einarbeitungszeit spart.

Ein Bereich, in dem sich Windows und Linux absolut nicht ähneln, ist das Dateisystem. Unter unixoiden Betriebssystemen ist bekanntlich alles eine Datei, während Windows NT Geräte anders darstellt. WSL begegnet diesem Problem durch eine Art Abstraktionsschicht, die zwischen den Welten zu makeln sucht – wie das genau funktioniert, ist Stoff des sechsten Kapitels des vorliegenden Lehrbuchs. Das gilt auch für den Abschnitt zur Nutzung der Netzwerk-Interfaces. Einer der häufigsten Anwendungsfälle von WSL ist mit Sicherheit ...

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