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Wohin geht die Reise für .NET und JavaScript?

Ein Blick in die Glaskugel


Wir haben fünf Experten zu ihren Einschätzungen befragt, wie es 2021 in der .NET- und JavaScript-Welt weitergeht, aber auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr darf nicht fehlen. Welche Technologien liegen dieses Jahr im Trend? Von Cross-Plattform-Entwicklung über TypeScript bis Machine Learning – es bleibt auch 2021 spannend!

Windows Developer: Dein Blick zurück – welche technologische Entwicklung im Jahr 2020 ist bei dir persönlich am meisten hängen geblieben?

Dr. Holger Schwichtenberg: Die erste Version von Blazor WebAssembly, die im Mai 2020 erschienen ist! Sie ist sicherlich noch nicht perfekt, aber es ist der Anfang einer Revolution der Browserprogrammierung. .NET-Entwickler müssen nicht mehr JavaScript oder TypeScript lernen und bestehende Codebasen auf eine andere Programmiersprache umschreiben, um echte Single-Page Web Applications bzw. Progressive Web Apps zu programmieren.

Roman Schacherl: Mich fasziniert immer, womit ich mich gerade beschäftige: in diesem Fall der neue Metrics Advisor Service aus den Azure Cognitive Services. Damit Machine Learning und künstliche Intelligenz greifbar werden, muss ein niederschwelliger Einstieg in die Materie gefunden werden – und die Cognitive Services machen eine großartige Arbeit in diese Richtung.

Sebastian Springer: Der Satz, der bei mir 2020 hängen geblieben ist und der für mich auch so ein bisschen 2020 zusammenfasst: „No new Features“. Das war die Releasezusammenfassung von React 17. Wir befinden uns im Moment an einem Punkt, an dem unsere Tools einen Grad der Komplexität erreicht haben, an dem sich die Maintainer echt schwertun, größere Änderungen zu integrieren. Und das betrifft nicht nur React mit seinem Concurrent Mode, auch Angular, das sich mit Ivy schwer getan hat, auch Vue mit seiner Version 3 ist da keine Ausnahme. Das ist jetzt aber weniger ein Vorwurf in Richtung der Maintainer, sondern eher ein Aufruf an uns alle, dass wir unsere Erwartungshaltung an die (Open-Source!-)Werkzeuge, die wir tagtäglich nutzen, neu justieren sollten. Ansonsten war 2020 für mich eher eine Evolution als eine Revolution. Es gab mehr Bibliotheken und Werkzeuge, die die Entwicklung vereinfachen. Eine nette Abwechslung war hier vielleicht noch Svelte, wobei das Framework auch nicht wirklich neu ist. Es verfolgt allerdings einen interessanten und leichtgewichtigen Ansatz.

Daniel Mies: Im Frontend sind in diesem Jahr zwei Frameworks besonders aufgefallen: Zunächst Vue.js, das mit der Version 3.0 nochmal einen großen Sprung gemacht und vor allem mit TypeScript-Support und Composition API auf sich aufmerksam gemacht hat. Etwas kleiner, aber dafür umso spannender war das Thema Svelte, das auf einen eigenen Compiler setzt und damit sehr performante und kleine Anwendungen ermöglicht. Das Thema JAMStack ist ebenfalls nochmal aufgekocht und zeigt wahrscheinlich, wie wir in den nächsten Jahren Webseiten und Anwendungen bauen können.

Trends und gute Vorsätze

WD: Welcher Trend wird 2021 besonders wichtig werden?

Dr. Holger Schwichtenberg: Ich freue mich auf „One .NET“, die Zusammenführung von Mono/Xamarin mit .NET, die „wegen der Pandemie“ verschoben wurde und nun im November 2021 erscheinen soll.

Roman Schacherl: Ich sehe die neuen Azure Communication Services – gerade in dieser besonderen Zeit – als äußerst relevant an. Die Möglichkeit, zum Beispiel Video Calls in eigene Anwendungen zu integrieren, eröffnet spannende Möglichkeiten.

Sebastian Springer: Das Wetten auf JavaScript-Trends fühlt sich für mich ...

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