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Agile Produktentwicklung von Theorie bis Praxis – Teil 3

ScrumBut – ist das die Lösung?


Scrum als Rahmenwerk, gepaart mit agiler Entwicklung, ist gerade State of the Art, wenn man von der erfolgreichen Umsetzung von Softwareprojekten spricht. Hört man sich um, könnte man sich fast ins Teenageralter und die Gespräche auf den Schulhöfen über „das erste Mal“ zurückversetzt fühlen. Der Vergleich mit agiler Entwicklung mittels Scrum scheint da nicht so weit hergeholt. Jeder will es tun, jeder sagt, er tut es, jeder scheint es besser zu machen als man selbst – und dennoch machen es wohl nur 10 Prozent. Und die, die es wirklich tun, na ja, ob die es dann „richtig“ machen?

Gerade bei einer strategischen Neuausrichtung in Firmen oder Organisationen fällt die Wahl immer mehr auf agile Softwareentwicklung. Kleine selbstorganisierte und interdisziplinäre Teams sollen in kurzen Abständen auf Ansprüche des Markts, des Kunden oder der Organisation reagieren. Ganz nahe am Business soll im Monatsrhythmus (oder sogar öfter) Mehrwert priorisiert nach Business Value geschaffen werden. Da dauert es nicht lange, bis auch Scrum als Rahmenwerk für diese neuen Ansprüche seine Magie versprühen soll.

Aller Anfang ist schwer. Ein Umstieg von gelernten Verfahren und eingeschliffenen Prozessen hin zu einer vollkommen neuen Herangehensweise mit neuen Regeln, Rollen und Regelterminen birgt auch Risiken. Wie bei fast allen Veränderungen ist auch bei Scrum nicht sofort mit vollem Vertrauen aller Beteiligten in die neue Spielwiese zu rechnen. Bis Verständnis und Vertrauen in das neue Rahmenwerk in der kompletten Firma oder Organisation bis hin zu den Scrum-Teams angekommen sind, haben die Scrum Master oft jede Menge Coaching und vielleicht auch Überzeugungsarbeit zu leisten. Mangelndes Vertrauen und fehlendes Verständnis für die Bedeutung der Einhaltung der Regeln führen nicht selten dazu, dass Scrum nicht in vollem Umfang und mit allen Regeln, Rollen und Events implementiert wird. Somit kann das so vielversprechende Framework nicht sein volles Potenzial ausschöpfen.

Damit sind wir schon wieder zurück beim oben angesprochenen Thema: „Jeder will es tun, aber kaum einer macht es richtig“. Wobei „richtig“ hier eher zur Illustration dient. Der Scrum Guide als gültiger Leitfaden definiert in einem Rahmenwerk Rollen, Ereignisse, Artefakte sowie die zugehörigen Regeln, die es einzuhalten gilt, um das Modell voll zur Entfaltung bringen zu können. Schnell werden Herausforderungen bei der Implementierung der Vorgaben des Frameworks mit einer Abwandlung quittiert, die dem Team oder der Organisation das Leben vermeintlich einfacher macht oder von der man der Meinung ist, Scrum funktioniert dann für das Team besser. Im Folgenden sollen die am weitesten verbreiteten s...

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