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Windows Developer
Mit Ressourcen fehlerfrei übersetzen

Die richtige Quelle

„Das Benutzer kann nicht online gehen“. Solche oder ähnlich amüsante Übersetzungsfehler sind in mehrsprachiger Software nicht selten. Aber spätestens, wenn solche Fehler in der eigenen Software auftauchen, ist es lange nicht mehr so lustig. Besonders dann nicht, wenn für die Übersetzung ein externer Dienstleister bezahlt wurde. Haben solche „schlechten“ Übersetzungen immer ihren Ursprung bei nicht ausreichend qualifizierten Übersetzern? Oder entstehen solche Fehler schon während der Entwicklung? Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema, wie durch die richtige Gestaltung der Ressourcen die spätere Übersetzung unterstützt, beschleunigt und damit kostengünstiger werden kann.

Sven Hubert, Tobias Gras


Eine Ressource kann so ziemlich alles sein, was man in einem Projekt extern bereitstellen kann. Die Grundidee von Ressourcen ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, Elemente zu verändern, ohne das Programm neu kompilieren zu müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei den Ressourcen im Bereich der Lokalisierung von Anwendungen zu. Wir wollen an dieser Stelle lediglich die für unseren Zweck erforderlichen Ressourcentypen kurz vorstellen. Die zentral für die Lokalisierung verwendeten Ressourcen sind die Textressourcen. Ein weiterer Ressourcentyp sind ausgelagerte Grafiken, in unserem Kontext als „Bildressourcen“ bezeichnet. Im Folgenden werden wir allgemein von Ressourcen sprechen. Bei der Bereitstellung der Ressourcen für die Übersetzung werden grundsätzlich zwei Arten unterschieden. Zum einen menschlich lesbarer Text in Ressourcendateien, zum anderen besteht die Möglichkeit, Ressourcen aus Binärdateien zu extrahieren. Die Unterschiede bzw. die Vor- und Nachteile der jeweiligen Bereitstellungsart werden wir Verlauf des Artikels noch weiter betrachten.

Im Gedächtnis

Übersetzungsagenturen arbeiten heute in der Regel mit so genannten „Translation-Memory-Systemen“ (zum Beispiel Visual Localize [1]). Grundidee dieser Systeme ist es, schon einmal vorgenommene Übersetzungen wiederzuerkennen. Dadurch beschleunigt sich nicht nur die Übersetzung, sondern sie wird auch erheblich günstiger. Hinzu kommen weitere Funktionen wie die Überprüfung der Rechtschreibung, die Unterstützung verschiedener Quellen (.NET-Ressourcen, Java uvm.). Ein weiterer Vorteil liegt, neben der Kosten- und Zeitersparnis, in der vereinheitlichten Übersetzung. Bekannte Wörter und Formulierungen werden dabei wie bisher übersetzt. Sofern das Quellmaterial in einer entsprechenden Qualität vorliegt, können die Systeme Übereinstimmungen automatisch übersetzten. Die Verwendung solcher Translation-Memory-Systeme für Übersetzungen ist heute „State of the Art“ und sollte bei der Wahl der Agentur, die mit der Übersetzung beauftragt wird, eine Rolle spielen.

Struktur im Projekt

Es sollte für die Ressourcen ein separates Projekt bereitgestellt werden. Bei dem Inhalt des Projekts wird in diesem Fall nicht zwischen dem Typ der Ressourcen unterschieden – also nicht, ob es sich um Text-, Bild- oder andere Ressourcen handelt. Alle sollten innerhalb des Projekts verwaltet werden. Die Struktur für das Projekt sollte dann eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Ressourcentypen vornehmen. Dabei sollte für jeden Typ ei...

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Mit Ressourcen fehlerfrei übersetzen

Die richtige Quelle

„Das Benutzer kann nicht online gehen“. Solche oder ähnlich amüsante Übersetzungsfehler sind in mehrsprachiger Software nicht selten. Aber spätestens, wenn solche Fehler in der eigenen Software auftauchen, ist es lange nicht mehr so lustig. Besonders dann nicht, wenn für die Übersetzung ein externer Dienstleister bezahlt wurde. Haben solche „schlechten“ Übersetzungen immer ihren Ursprung bei nicht ausreichend qualifizierten Übersetzern? Oder entstehen solche Fehler schon während der Entwicklung? Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema, wie durch die richtige Gestaltung der Ressourcen die spätere Übersetzung unterstützt, beschleunigt und damit kostengünstiger werden kann.

Sven Hubert, Tobias Gras


Eine Ressource kann so ziemlich alles sein, was man in einem Projekt extern bereitstellen kann. Die Grundidee von Ressourcen ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, Elemente zu verändern, ohne das Programm neu kompilieren zu müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei den Ressourcen im Bereich der Lokalisierung von Anwendungen zu. Wir wollen an dieser Stelle lediglich die für unseren Zweck erforderlichen Ressourcentypen kurz vorstellen. Die zentral für die Lokalisierung verwendeten Ressourcen sind die Textressourcen. Ein weiterer Ressourcentyp sind ausgelagerte Grafiken, in unserem Kontext als „Bildressourcen“ bezeichnet. Im Folgenden werden wir allgemein von Ressourcen sprechen. Bei der Bereitstellung der Ressourcen für die Übersetzung werden grundsätzlich zwei Arten unterschieden. Zum einen menschlich lesbarer Text in Ressourcendateien, zum anderen besteht die Möglichkeit, Ressourcen aus Binärdateien zu extrahieren. Die Unterschiede bzw. die Vor- und Nachteile der jeweiligen Bereitstellungsart werden wir Verlauf des Artikels noch weiter betrachten.

Im Gedächtnis

Übersetzungsagenturen arbeiten heute in der Regel mit so genannten „Translation-Memory-Systemen“ (zum Beispiel Visual Localize [1]). Grundidee dieser Systeme ist es, schon einmal vorgenommene Übersetzungen wiederzuerkennen. Dadurch beschleunigt sich nicht nur die Übersetzung, sondern sie wird auch erheblich günstiger. Hinzu kommen weitere Funktionen wie die Überprüfung der Rechtschreibung, die Unterstützung verschiedener Quellen (.NET-Ressourcen, Java uvm.). Ein weiterer Vorteil liegt, neben der Kosten- und Zeitersparnis, in der vereinheitlichten Übersetzung. Bekannte Wörter und Formulierungen werden dabei wie bisher übersetzt. Sofern das Quellmaterial in einer entsprechenden Qualität vorliegt, können die Systeme Übereinstimmungen automatisch übersetzten. Die Verwendung solcher Translation-Memory-Systeme für Übersetzungen ist heute „State of the Art“ und sollte bei der Wahl der Agentur, die mit der Übersetzung beauftragt wird, eine Rolle spielen.

Struktur im Projekt

Es sollte für die Ressourcen ein separates Projekt bereitgestellt werden. Bei dem Inhalt des Projekts wird in diesem Fall nicht zwischen dem Typ der Ressourcen unterschieden – also nicht, ob es sich um Text-, Bild- oder andere Ressourcen handelt. Alle sollten innerhalb des Projekts verwaltet werden. Die Struktur für das Projekt sollte dann eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Ressourcentypen vornehmen. Dabei sollte für jeden Typ ei...

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