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Windows Developer
Anforderungen - der Versuch einer Systematisierung

Pflicht oder Kür?!

Das Thema Requirements Engineering ist stetig aktuell und immer wieder Gegenstand der Betrachtungen. Verschiedene Modelle empfehlen unterschiedliche Vorgehensweisen, um die wechselnden Anforderungen der Auftraggeber zu ermitteln und bestmöglich zu berücksichtigen. Wir nähern uns dem Thema von einer anderen Seite.

Veikko Krypczyk


Dieser Beitrag setzt sich aus einer anderen Perspektive mit dem Thema auseinander. Analysiert werden die folgenden Punkte einer systematischen Anforderungsanalyse (Requirements Engineering):

Rechtliche VerbindlichkeitPrioritätArtDetailstufeHilfsmittel bei der Erfassung und Einbindung in den Softwareentwicklungsprozess

Diese Gliederung geht damit auf [1] zurück. Dort können auch vielfältige weitere Informationen zum Thema nachgelesen werden. Die Anforderungsanalyse beschäftigt sich mit dem Begriff der Anforderung sowie den methodischen und technischen Implikationen für die Systemanalyse. Unter einer Anforderung versteht man eine Aussage, die erfüllt werden muss oder eine Leistung, die zu erbringen ist. Die Analyse betrifft die Produkte, die Prozesse und an den Prozessen beteiligte Personen. Im ersten Schritt der Analyse werden die Anforderungen identifiziert, danach werden sie konsistent und vollständig erfasst. Eine umfassende Anforderungsanalyse ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Realisierung des Projektes. Die wichtigsten Eigenschaften von Anforderungen sind (Abb. 1):

Eindeutigkeit: Die Anforderungen müssen eindeutig beschrieben werden. Kernelemente dürfen auf keinen Fall eine Möglichkeit zur Interpretation bieten. Ist dies dennoch der Fall, sind Streitigkeiten bei der Abnahme des Produktes vorhersehbar.Vollständigkeit: Auch wenn bestimmte Dinge aus der Perspektive des Auftraggebers offensichtlich erscheinen, so ist es zwingend, alle Anforderungen umfassend zu beschreiben. Der Auftragnehmer kennt sich in der Fachmaterie meist nicht umfassend aus, sodass fachliche Selbstverständlichkeiten nicht zwingend vorausgesetzt werden können. Wird beispielsweise eine Software für das Erstellen von Rechnungen unter Berücksichtigung internationaler Steuerrichtlinien erstellt, sind die Spezifikationen dieser Materie sehr genau darzulegen.Konsistenz: Die einzelnen Arten der Anforderungen müssen untereinander in einem logischen Verhältnis stehen. Das Gesamtbild muss schlüssig erscheinen.Verifizierbarkeit / Validierbarkeit: Die Formulierung und Integration einzelner Anforderungen muss gegeben sein.Veränderbarkeit: In den wenigsten Fällen steht bereits bei der Auftragsvergabe das komplette Spektrum der Anforderungen fest. Erst mit weiterem Projektfortschritt konkretisieren sich viele Aspekte heraus. Oftmals ist eine Anpassung der Anforderungen notwendig (Stichwort „agile Methoden“).Verständlichkeit: Die Anforderungen müssen in einer verständlichen Sprache formuliert w...

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Anforderungen - der Versuch einer Systematisierung

Pflicht oder Kür?!

Das Thema Requirements Engineering ist stetig aktuell und immer wieder Gegenstand der Betrachtungen. Verschiedene Modelle empfehlen unterschiedliche Vorgehensweisen, um die wechselnden Anforderungen der Auftraggeber zu ermitteln und bestmöglich zu berücksichtigen. Wir nähern uns dem Thema von einer anderen Seite.

Veikko Krypczyk


Dieser Beitrag setzt sich aus einer anderen Perspektive mit dem Thema auseinander. Analysiert werden die folgenden Punkte einer systematischen Anforderungsanalyse (Requirements Engineering):

Rechtliche VerbindlichkeitPrioritätArtDetailstufeHilfsmittel bei der Erfassung und Einbindung in den Softwareentwicklungsprozess

Diese Gliederung geht damit auf [1] zurück. Dort können auch vielfältige weitere Informationen zum Thema nachgelesen werden. Die Anforderungsanalyse beschäftigt sich mit dem Begriff der Anforderung sowie den methodischen und technischen Implikationen für die Systemanalyse. Unter einer Anforderung versteht man eine Aussage, die erfüllt werden muss oder eine Leistung, die zu erbringen ist. Die Analyse betrifft die Produkte, die Prozesse und an den Prozessen beteiligte Personen. Im ersten Schritt der Analyse werden die Anforderungen identifiziert, danach werden sie konsistent und vollständig erfasst. Eine umfassende Anforderungsanalyse ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Realisierung des Projektes. Die wichtigsten Eigenschaften von Anforderungen sind (Abb. 1):

Eindeutigkeit: Die Anforderungen müssen eindeutig beschrieben werden. Kernelemente dürfen auf keinen Fall eine Möglichkeit zur Interpretation bieten. Ist dies dennoch der Fall, sind Streitigkeiten bei der Abnahme des Produktes vorhersehbar.Vollständigkeit: Auch wenn bestimmte Dinge aus der Perspektive des Auftraggebers offensichtlich erscheinen, so ist es zwingend, alle Anforderungen umfassend zu beschreiben. Der Auftragnehmer kennt sich in der Fachmaterie meist nicht umfassend aus, sodass fachliche Selbstverständlichkeiten nicht zwingend vorausgesetzt werden können. Wird beispielsweise eine Software für das Erstellen von Rechnungen unter Berücksichtigung internationaler Steuerrichtlinien erstellt, sind die Spezifikationen dieser Materie sehr genau darzulegen.Konsistenz: Die einzelnen Arten der Anforderungen müssen untereinander in einem logischen Verhältnis stehen. Das Gesamtbild muss schlüssig erscheinen.Verifizierbarkeit / Validierbarkeit: Die Formulierung und Integration einzelner Anforderungen muss gegeben sein.Veränderbarkeit: In den wenigsten Fällen steht bereits bei der Auftragsvergabe das komplette Spektrum der Anforderungen fest. Erst mit weiterem Projektfortschritt konkretisieren sich viele Aspekte heraus. Oftmals ist eine Anpassung der Anforderungen notwendig (Stichwort „agile Methoden“).Verständlichkeit: Die Anforderungen müssen in einer verständlichen Sprache formuliert w...

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