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Windows Developer
Anwendungen mit dem SkyDrive-API vernetzen

The Sky’s the Limit

Bill Gates hat mit seiner Prophezeiung „one computer in every home“ nur für sehr kurze Zeit richtig gelegen, denn heute sehen wir uns sogar mit einer Vielzahl an Computern pro Haushalt konfrontiert: Smartphone, Tablet und Laptop gehören quasi zur Grundausstattung, vielleicht noch ein eigenes Firmenhandy und der Bürorechner. Die Welt ist vernetzt, aber sind es unsere Anwendungen auch? Wir zeigen Ihnen, wie das SkyDrive-API bei der Vernetzung helfen kann.

Daniel Sklenitzka, Roman Schacherl


Wer als Entwickler mehrere Geräte unterstützen möchte, muss immer zwei Problemfelder vor Augen haben: Erstens: Wie kann die Anwendung für mehrere Zielplattformen angeboten (und dabei möglichst viel Code wiederverwendet) werden? Zweitens: Wie können die Daten verwaltet werden, damit ein möglichst nahtloser Wechsel zwischen den einzelnen Geräten ermöglicht wird? Der zweite Punkt wird oft unterschätzt, spielt aber bei vielen Anwendungen eine entscheidende Rolle in puncto Kundenzufriedenheit: Die Unterstützung mehrerer Geräte ist nicht nur ein Mittel zur Erweiterung des potenziellen Markts, sehr häufig wird ein- und derselbe Benutzer die gleiche Anwendung auf mehreren Geräten nutzen. In der Redmonder Theorie bedeutet das Windows Phone 8, Windows-8-Tablet und Windows-8-­Laptop – in der freien Wildbahn wurden aber auch Kreuzungen mit anderen Herstellern gesichtet. Jedes Gerät, jeder Formfaktor hat seine Vorteile: Multi-Touch, Mausbedienung, Tastatur, Displaygröße, Power, Akkulaufzeit etc. Je nach Bedarf (oder Gemütslage) wählen Benutzer das adäquate Gerät und erwarten, sich nicht daran erinnern zu müssen, wo sie zuletzt gearbeitet haben. Früher waren Besitzer mehrerer PCs meist mit USB-Sticks bewaffnet, auf denen das ganze digitale Leben Platz fand – bei den Smart­phones und iPads dieser Welt stößt man damit aber an Grenzen. Abhilfe schaffen Onlinespeicher: Dropbox, SkyDrive und Google Drive bieten zwischen 2 und 7 GB kostenlosen Speicherplatz und Zugriffsmöglichkeiten quer durch alle Plattformen. So richtig nahtlos ist der Wechsel damit meist aber noch nicht: Anmeldung am Onlinedienst, Download der Datei, temporäres Speichern, Bearbeiten, Upload der Datei. Wünschenswert wäre eine bessere Integration direkt in die Anwendung.

SkyDrive und Windows 8

Windows 8 hat das Problem der unterschiedlichen Geräte aufgegriffen und zu seinem Vorteil genutzt: ein gemeinsames Betriebssystem für Desktop-PC, Laptop und Tablet. Auch der Thematik des Datenaustauschs hat man sich mit einer kreativen Lösung angenommen: der Möglichkeit, sich als App in den Dateidialog zu integrieren (Abb. 1). Die SkyDrive-App nutzt dieses Feature – somit kann aus jeder anderen App bequem in SkyDrive gespeichert oder aus SkyDrive geladen werden. Wenn der Windows-Benutzer mit einer Live-ID verknüpft ist, erfolgt die Anmeldung beim SkyDrive-Account automatisch, der Zugriff ist also denkbar einfach.

Abb. 1: Integration von SkyDrive in den Dateiauswahldialog von Windows 8

Dennoch löst diese Vorgehensweise n...

Windows Developer
Anwendungen mit dem SkyDrive-API vernetzen

The Sky’s the Limit

Bill Gates hat mit seiner Prophezeiung „one computer in every home“ nur für sehr kurze Zeit richtig gelegen, denn heute sehen wir uns sogar mit einer Vielzahl an Computern pro Haushalt konfrontiert: Smartphone, Tablet und Laptop gehören quasi zur Grundausstattung, vielleicht noch ein eigenes Firmenhandy und der Bürorechner. Die Welt ist vernetzt, aber sind es unsere Anwendungen auch? Wir zeigen Ihnen, wie das SkyDrive-API bei der Vernetzung helfen kann.

Daniel Sklenitzka, Roman Schacherl


Wer als Entwickler mehrere Geräte unterstützen möchte, muss immer zwei Problemfelder vor Augen haben: Erstens: Wie kann die Anwendung für mehrere Zielplattformen angeboten (und dabei möglichst viel Code wiederverwendet) werden? Zweitens: Wie können die Daten verwaltet werden, damit ein möglichst nahtloser Wechsel zwischen den einzelnen Geräten ermöglicht wird? Der zweite Punkt wird oft unterschätzt, spielt aber bei vielen Anwendungen eine entscheidende Rolle in puncto Kundenzufriedenheit: Die Unterstützung mehrerer Geräte ist nicht nur ein Mittel zur Erweiterung des potenziellen Markts, sehr häufig wird ein- und derselbe Benutzer die gleiche Anwendung auf mehreren Geräten nutzen. In der Redmonder Theorie bedeutet das Windows Phone 8, Windows-8-Tablet und Windows-8-­Laptop – in der freien Wildbahn wurden aber auch Kreuzungen mit anderen Herstellern gesichtet. Jedes Gerät, jeder Formfaktor hat seine Vorteile: Multi-Touch, Mausbedienung, Tastatur, Displaygröße, Power, Akkulaufzeit etc. Je nach Bedarf (oder Gemütslage) wählen Benutzer das adäquate Gerät und erwarten, sich nicht daran erinnern zu müssen, wo sie zuletzt gearbeitet haben. Früher waren Besitzer mehrerer PCs meist mit USB-Sticks bewaffnet, auf denen das ganze digitale Leben Platz fand – bei den Smart­phones und iPads dieser Welt stößt man damit aber an Grenzen. Abhilfe schaffen Onlinespeicher: Dropbox, SkyDrive und Google Drive bieten zwischen 2 und 7 GB kostenlosen Speicherplatz und Zugriffsmöglichkeiten quer durch alle Plattformen. So richtig nahtlos ist der Wechsel damit meist aber noch nicht: Anmeldung am Onlinedienst, Download der Datei, temporäres Speichern, Bearbeiten, Upload der Datei. Wünschenswert wäre eine bessere Integration direkt in die Anwendung.

SkyDrive und Windows 8

Windows 8 hat das Problem der unterschiedlichen Geräte aufgegriffen und zu seinem Vorteil genutzt: ein gemeinsames Betriebssystem für Desktop-PC, Laptop und Tablet. Auch der Thematik des Datenaustauschs hat man sich mit einer kreativen Lösung angenommen: der Möglichkeit, sich als App in den Dateidialog zu integrieren (Abb. 1). Die SkyDrive-App nutzt dieses Feature – somit kann aus jeder anderen App bequem in SkyDrive gespeichert oder aus SkyDrive geladen werden. Wenn der Windows-Benutzer mit einer Live-ID verknüpft ist, erfolgt die Anmeldung beim SkyDrive-Account automatisch, der Zugriff ist also denkbar einfach.

Abb. 1: Integration von SkyDrive in den Dateiauswahldialog von Windows 8

Dennoch löst diese Vorgehensweise n...

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