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Windows Developer
Überblick über die Neuerungen in F# 4.0

Ein Exot in der vierten Version

Microsofts F# spielt im Vergleich zu C# und Visual Basic eine untergeordnete Rolle in der Welt der .NET-Sprachen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man die Sprache als Entwickler ignorieren sollte - Zeit, einen Blick auf F# als Ganzes und auf die in Version 4.0 enthaltenen Neuerungen zu werfen.

Tam Hanna


Microsoft hat die Entwicklung des Sprachstandards an ein als F# Software Foundation bezeichnetes Standardisierungsgremium ausgelagert. Die als Non-Profit-Organisation nach US-Recht geführte Gesellschaft wacht seither über das Wohlergehen von F# – aktive Nutzer der Sprache finden unter [1] diverse Möglichkeiten zur Beteiligung an der Weiterentwicklung ihres Lieblingswerkzeugs. Ein offensichtlicher Effekt dieser Neuregelung ist, dass das Voranstellen des Microsoft Namespace in den meisten Fällen optional ist. Die beiden im Snippet gezeigten Modulladebefehle sind per Version 4.0 der Sprache gleichwertig:

open Microsoft.FSharp.Core.CompilerServicesopen FSharp.Core.CompilerServices

An der vierten Version der Sprache arbeiteten laut offizieller Zählung 38 Personen mit, die zu mehr als drei Vierteln keine Angestellten von Microsoft waren. Ein wichtiges Werkzeug bei der Koordinierung der Arbeiten war der unter [2] bereitstehende Bug- und Vorschlags-Tracker, in dem die Geschichte der in diesem Artikel besprochenen Funktionen im Detail betrachtet werden kann.

Trotz dieses „Outsourcings“ steht man in Redmond nach wie vor voll hinter F#. Visual Studio 2015 bringt – auch in der kostenlosen Community Edition – alles mit, was man zur Entwicklung leistungsfähiger F#-basierter Applikationen braucht. Leider werden die F#-Tools von Haus aus nicht deployt: Dazu müssen Sie den Projektassistenten öffnen und in die Rubrik F# wechseln. Wenn Visual Studio dort den in Abbildung 1 gezeigten Downloadlink einblendet, ist ein Doppelklick erforderlich. Er startet den in die IDE integrierten Nachladeassistenten, der die F#-Werkzeuge automatisch auf Ihre Maschine holt.

Abb. 1: Downloadlink in Visual Studio

Intelligenterer Präprozessor

C-Compiler bearbeiten den Code vorher mit einem auf Textebene arbeitenden Werkzeug, das – unter anderem – für Kopierschutz und konditionale Kompilation eingesetzt werden kann. Wegen seiner Komplexität gilt der Präprozessor als Hürde für Quereinsteiger und ist in „modernen Sprachen“ wie Java nur teilweise implementiert.

F# brachte bis zur Version 4.0 nur einen rudimentären Präprozessor mit, der keine konditionalen Fähigkeiten besaß. Das bedeutet, dass Entwickler nur auf das Vorhandensein bestimmter Marker prüfen konnten – kombinatorische Abfragen nach dem Schema „wenn a UND b ODER c“ waren bisher nicht möglich.

Die vierte Version kippt diese Beschränkung. Erstellen Sie eine neue F#-Kommandozeilenapplikation namens SUSFSPraeprozessor; der Inhalt von Program.fs wir...

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Überblick über die Neuerungen in F# 4.0

Ein Exot in der vierten Version

Microsofts F# spielt im Vergleich zu C# und Visual Basic eine untergeordnete Rolle in der Welt der .NET-Sprachen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man die Sprache als Entwickler ignorieren sollte - Zeit, einen Blick auf F# als Ganzes und auf die in Version 4.0 enthaltenen Neuerungen zu werfen.

Tam Hanna


Microsoft hat die Entwicklung des Sprachstandards an ein als F# Software Foundation bezeichnetes Standardisierungsgremium ausgelagert. Die als Non-Profit-Organisation nach US-Recht geführte Gesellschaft wacht seither über das Wohlergehen von F# – aktive Nutzer der Sprache finden unter [1] diverse Möglichkeiten zur Beteiligung an der Weiterentwicklung ihres Lieblingswerkzeugs. Ein offensichtlicher Effekt dieser Neuregelung ist, dass das Voranstellen des Microsoft Namespace in den meisten Fällen optional ist. Die beiden im Snippet gezeigten Modulladebefehle sind per Version 4.0 der Sprache gleichwertig:

open Microsoft.FSharp.Core.CompilerServicesopen FSharp.Core.CompilerServices

An der vierten Version der Sprache arbeiteten laut offizieller Zählung 38 Personen mit, die zu mehr als drei Vierteln keine Angestellten von Microsoft waren. Ein wichtiges Werkzeug bei der Koordinierung der Arbeiten war der unter [2] bereitstehende Bug- und Vorschlags-Tracker, in dem die Geschichte der in diesem Artikel besprochenen Funktionen im Detail betrachtet werden kann.

Trotz dieses „Outsourcings“ steht man in Redmond nach wie vor voll hinter F#. Visual Studio 2015 bringt – auch in der kostenlosen Community Edition – alles mit, was man zur Entwicklung leistungsfähiger F#-basierter Applikationen braucht. Leider werden die F#-Tools von Haus aus nicht deployt: Dazu müssen Sie den Projektassistenten öffnen und in die Rubrik F# wechseln. Wenn Visual Studio dort den in Abbildung 1 gezeigten Downloadlink einblendet, ist ein Doppelklick erforderlich. Er startet den in die IDE integrierten Nachladeassistenten, der die F#-Werkzeuge automatisch auf Ihre Maschine holt.

Abb. 1: Downloadlink in Visual Studio

Intelligenterer Präprozessor

C-Compiler bearbeiten den Code vorher mit einem auf Textebene arbeitenden Werkzeug, das – unter anderem – für Kopierschutz und konditionale Kompilation eingesetzt werden kann. Wegen seiner Komplexität gilt der Präprozessor als Hürde für Quereinsteiger und ist in „modernen Sprachen“ wie Java nur teilweise implementiert.

F# brachte bis zur Version 4.0 nur einen rudimentären Präprozessor mit, der keine konditionalen Fähigkeiten besaß. Das bedeutet, dass Entwickler nur auf das Vorhandensein bestimmter Marker prüfen konnten – kombinatorische Abfragen nach dem Schema „wenn a UND b ODER c“ waren bisher nicht möglich.

Die vierte Version kippt diese Beschränkung. Erstellen Sie eine neue F#-Kommandozeilenapplikation namens SUSFSPraeprozessor; der Inhalt von Program.fs wir...

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