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Windows Developer
Sinnvolle Farbgestaltung unter Windows 10

Farbige Fenster

Ein alter Kalauer besagt, dass sich die Welt im Kreis dreht. Im Fall von Farbe im IT-Bereich ist dies definitiv der Fall. Als Palm den IIIc auf den Markt brachte, nutzte man Farbe, wenn überhaupt, zum Hervorheben von besonders interessanten Elementen. Android, Symbian und Co. entfalteten sodann den Farbkrieg, in dem Entwickler versuchten, reale Elemente am Bildschirm nachzubilden.

Tam Hanna


Seit Windows Phone 7 geht der Trend wieder in die andere Richtung. Microsofts Betriebssystem unterscheidet sich unter anderem deshalb von seinen Kollegen, weil es eine systemweite Farbgebung durchzusetzen versucht. Dies erfolgt über die in Einstellungen | Personalisierung | Farben festlegbare Akzentfarbe. Microsoft stellt hierbei für den Desktop 48 (Abb. 1) und für die Xbox 21 (Abb. 2) von Designern ausgesuchte Farben vor, die von braven Anwendungen sodann in allen Formularen gleichermaßen verwendet werden.

Abb. 1: Diese 48 Farben stehen unter Windows 10 zur Verfügung (Quelle: Microsoft)

Abb. 2: Auf der Xbox ist die Auswahl etwas kleiner (Quelle: Microsoft)

Was Farbe für Sie als Entwickler bedeutet, und was es zum Thema Farbgebung sonst so zu beachten gibt, stellen wir in diesem Artikel im Detail vor.

Farbe, physikalisch

Beginnen wir mit dem Positiven. Das Ende von Windows 10 Mobile hat (vorläufig) dafür gesorgt, dass die einst wichtigen organischen LEDs für den durchschnittlichen Windows-Entwickler wenn überhaupt nur noch über Xamarin von Relevanz sind. Daraus ergibt sich eine wichtige Vereinfachung: Da der Stromverbrauch eines LCDs nicht ansteigt, wenn der Hintergrund weiß ist, müssen Sie heute nur in den seltensten Fällen von Situationen mit schwarzem Hintergrund ausgehen. Das ist nicht nur aus Gründen der Diversitätsreduktion erfreulich: Schwarze Hintergründe neigen im Außeneinsatz stärker zu Reflektionen als ihre weißen Counterparts, was der Usability zugutekommt.

Nebenbei haben wir damit die Besprechung der unbunten Farben abgeschlossen. Es handelt sich dabei um einen Fachbegriff, der die Farben schwarz, weiß und grau beschreibt, Farben, deren Rot-, Grün- und Blauanteile identisch sind. Für Entwickler sind Graustufen übrigens insofern interessant, als sie die meisten Displays stark beanspruchen. Zum Verständnis dieses Phänomens müssen wir einen kurzen Exkurs in die Welt der Darstellung von Farben unternehmen.

Die Bildschirme arbeiten nach dem in Abbildung 3 schematisch dargestellten Konzept. Eine Lichtquelle emittiert dabei Photonen, die vom Flüssigkristall mehr oder weniger stark gefiltert werden. Im Regelfall besteht ein Pixel sodann aus einem roten, einem grünen und einem blauen Element, die zusammen die jeweilige Farbe ergeben.

Abb. 3: Farbmanagement setzt auch Verständnis der Hardware voraus

Haben wir nun einen Farbkeil zwischen zwei bunten Farben, kann der Algorithmus zwei oder sogar drei Komponenten variieren. Bei einem Graukeil sind alle drei Kompo...

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Sinnvolle Farbgestaltung unter Windows 10

Farbige Fenster

Ein alter Kalauer besagt, dass sich die Welt im Kreis dreht. Im Fall von Farbe im IT-Bereich ist dies definitiv der Fall. Als Palm den IIIc auf den Markt brachte, nutzte man Farbe, wenn überhaupt, zum Hervorheben von besonders interessanten Elementen. Android, Symbian und Co. entfalteten sodann den Farbkrieg, in dem Entwickler versuchten, reale Elemente am Bildschirm nachzubilden.

Tam Hanna


Seit Windows Phone 7 geht der Trend wieder in die andere Richtung. Microsofts Betriebssystem unterscheidet sich unter anderem deshalb von seinen Kollegen, weil es eine systemweite Farbgebung durchzusetzen versucht. Dies erfolgt über die in Einstellungen | Personalisierung | Farben festlegbare Akzentfarbe. Microsoft stellt hierbei für den Desktop 48 (Abb. 1) und für die Xbox 21 (Abb. 2) von Designern ausgesuchte Farben vor, die von braven Anwendungen sodann in allen Formularen gleichermaßen verwendet werden.

Abb. 1: Diese 48 Farben stehen unter Windows 10 zur Verfügung (Quelle: Microsoft)

Abb. 2: Auf der Xbox ist die Auswahl etwas kleiner (Quelle: Microsoft)

Was Farbe für Sie als Entwickler bedeutet, und was es zum Thema Farbgebung sonst so zu beachten gibt, stellen wir in diesem Artikel im Detail vor.

Farbe, physikalisch

Beginnen wir mit dem Positiven. Das Ende von Windows 10 Mobile hat (vorläufig) dafür gesorgt, dass die einst wichtigen organischen LEDs für den durchschnittlichen Windows-Entwickler wenn überhaupt nur noch über Xamarin von Relevanz sind. Daraus ergibt sich eine wichtige Vereinfachung: Da der Stromverbrauch eines LCDs nicht ansteigt, wenn der Hintergrund weiß ist, müssen Sie heute nur in den seltensten Fällen von Situationen mit schwarzem Hintergrund ausgehen. Das ist nicht nur aus Gründen der Diversitätsreduktion erfreulich: Schwarze Hintergründe neigen im Außeneinsatz stärker zu Reflektionen als ihre weißen Counterparts, was der Usability zugutekommt.

Nebenbei haben wir damit die Besprechung der unbunten Farben abgeschlossen. Es handelt sich dabei um einen Fachbegriff, der die Farben schwarz, weiß und grau beschreibt, Farben, deren Rot-, Grün- und Blauanteile identisch sind. Für Entwickler sind Graustufen übrigens insofern interessant, als sie die meisten Displays stark beanspruchen. Zum Verständnis dieses Phänomens müssen wir einen kurzen Exkurs in die Welt der Darstellung von Farben unternehmen.

Die Bildschirme arbeiten nach dem in Abbildung 3 schematisch dargestellten Konzept. Eine Lichtquelle emittiert dabei Photonen, die vom Flüssigkristall mehr oder weniger stark gefiltert werden. Im Regelfall besteht ein Pixel sodann aus einem roten, einem grünen und einem blauen Element, die zusammen die jeweilige Farbe ergeben.

Abb. 3: Farbmanagement setzt auch Verständnis der Hardware voraus

Haben wir nun einen Farbkeil zwischen zwei bunten Farben, kann der Algorithmus zwei oder sogar drei Komponenten variieren. Bei einem Graukeil sind alle drei Kompo...

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