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Projekt Cortex - Wissensmanagement optimieren

Kolumne: SharePoint ganz praktisch


Im letzten Jahr wurde auf der Microsoft-Konferenz Ignite ein neues Projekt mit dem Namen Cortex vorgestellt. Cortex soll das gesamte Wissensmanagement innerhalb eines Unternehmens optimieren. Dazu wertet es KI-basiert Informationen aus Geschäftsprozessen und -inhalten aus. Cortex ist auch für SharePoint-Entwickler relevant, da es in SharePoint integriert werden soll. Aktuell steht Cortex nur als Vorschau zur Verfügung, die finale Version soll im ersten Halbjahr 2020 veröffentlicht werden.

Mit Projekt Cortex, das auch als Knowledge Network bezeichnet wird, will Microsoft die vorhandenen Informationen innerhalb eines Unternehmens noch besser bündeln und Mitarbeitern einfacher zugänglich machen. Laut Microsoft ist Cortex der erste neue Dienst innerhalb von Office 365 seit der Veröffentlichung von Microsoft Teams. Cortex soll Informationen über verschiedene Analysen auswerten, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren. Das Cortex-Projektteam hat mit Microsoft Research in Cambridge zusammengearbeitet und nutzte die dort entwickelte Data-Mining-Technologie. Nach dem Zusammentragen werden die aufbereiteten Informationen dem Endnutzer über verschiedene SharePoint-Erweiterungen wie die sogenannten Topic Cards und Topic Pages zur Verfügung gestellt. Wie auch die ursprüngliche Office-365-Anwendung Delve (Codename „Oslo“) verwendet Cortex für die Informationssammlung den Microsoft Graph. Aus Microsoft Graph werden wichtige Informationen bezüglich der Nutzerinteraktion und des auszuwertenden Inhalts gewonnen. Projekt Cortex kann allerdings nicht mit Delve verglichen werden: Delve war kaum mehr als eine Bündelung verschiedener Inhalte zu einem verbesserten personalisierten Portal. Mit Cortex hingegen kehrt SharePoint wieder zu seinen ursprünglichen Wurzeln zurück. Bereits früher einmal sollte ein Projekt namens „Tahoe“ mehr Struktur in Office-Dokumente bringen.

Arbeitsweise: der Cortex-Prozess

Projekt Cortex verwendet unterschiedliche Office-Anwendungen und schafft ein neues Nutzererlebnis. Für Datenverarbeitung und Darstellung wird auf die etablierte SharePoint-Inhaltsverwaltung gesetzt. Cortex setzt zum Beispiel dort an, wo neue Inhalte in das System geladen werden. Schaut man sich dazu den üblichen SharePoint-Prozess an, wie eine Datei hochgeladen wird, zeigt sich ein Problem: Die Datei wird zwar innerhalb von SharePoint in einer Dokumentenbibliothek bereitgestellt, oft sind aber durch den Nutzer keine weiteren Metadaten zu der Datei hinterlegt. SharePoint kann...

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