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Windows Developer
Editorial

Viele Teile für ein Ganzes


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Web ist kein Monolith, auch wenn wir manchmal so darüber sprechen, als sei es ein großes, gewaltig großes Ding. Schauen wir dann genauer hin, sehen wir, warum wir es mit der Metapher des Netzes beschreiben. Scheinbar unendliche viele Bits und Pieces sind mal fein, mal grob miteinander verwoben und schicken ihre Daten durch die Leitungen, die unsere Welt umspannen. Protokolle und Services sorgen für einen lockeren Verbund im Web, der sein stetiges Wachstum möglich macht. Es wächst in die Unternehmen mit hinein und nimmt seine Metapher und Technologie mit. Dort in den Unternehmen haben wir die echten Monolithen. Große Systeme aus einem Block, die man mit Mühe über Jahrzehnte gebaut hat und nun wieder auflöst, um so flexibel zu werden wie das Web. Dafür werden heute gerne Microservices verwendet, wie sie Rainer Stropek in seiner Kolumne beschreibt und kritisch in Frage stellt: Sind Microservices ein Irrweg und elegante Monolithen die Lösung?

Wir können hier keine Silver Bullets anbieten, aber zum Nachdenken anregen, wie das Verhältnis vom Großen zum Kleinen, von monolithisch zu modular ist. Das ist nicht nur auf die Systeme bezogen, sondern auch auf die Art und Weise wie sie gebaut werden. Im der Web- und App-Entwicklung sind aktuell Frameworks und Bibliotheken im Trend, die mit unterschiedlichen Konzepten versuchen, große und kleine Lösungen gleichermaßen möglich zu machen. Zu den prominentesten zählen React, Vue.js und Angular – mit ihnen stehen Entwicklern auch wieder sehr große Systeme zur Verfügung. Aber selbst diese setzen auf Kleinteiligkeit. So bietet das neue Angular 9 Lazy Loading von Komponenten an, weil Module schon zu groß scheinen, wie Manfred Steyer beschreibt. Manuel Rauber geht in seinem Artikel „Nativ im Web ohne Framework“ noch einen Schritt weiter und stellt Ihnen Web Components vor, die die Idee des Frameworks wieder auflösen und die Komponente direkt für den Browser in den Mittelpunkt stellen. Wieder ein Ansatz, der es leichtgewichtig ermöglicht, dem großen Web neue kleine Knoten und schnelle Verbindungen einzuweben.

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Carsten Eilers 1967 – 2020

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Autors Carsten Eilers vernommen. Carsten war als Security-Experte mehr als ein Jahrzehnt für verschiedene unserer Publikationen tätig und verfasste ungezählte Kolumnen, Fachartikel und aktuelle Security-News. Lesern unserer Magazine Windows Developer, PHP Magazin, Entwickler Magazin sowie ...

Windows Developer
Editorial

Viele Teile für ein Ganzes

das Web ist kein Monolith, auch wenn wir manchmal so darüber sprechen, als sei es ein großes, gewaltig großes Ding. Schauen wir dann genauer hin, sehen wir, warum wir es mit der Metapher des Netzes beschreiben. Scheinbar unendliche viele Bits und Pieces sind mal fein, mal grob miteinander verwoben und schicken ihre Daten durch die Leitungen, die unsere Welt umspannen. Protokolle und Services sorgen für einen lockeren Verbund im Web, der sein stetiges Wachstum möglich macht. Es wächst in die Unternehmen mit hinein und nimmt seine Metapher und Technologie mit. Dort in den Unternehmen haben wir die echten Monolithen. Große Systeme aus einem Block, die man mit Mühe über Jahrzehnte gebaut hat und nun wieder auflöst, um so flexibel zu werden wie das Web. Dafür werden heute gerne Microservices verwendet, wie sie Rainer Stropek in seiner Kolumne beschreibt und kritisch in Frage stellt: Sind Microservices ein Irrweg und elegante Monolithen die Lösung?

Mirko Schrempp


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Web ist kein Monolith, auch wenn wir manchmal so darüber sprechen, als sei es ein großes, gewaltig großes Ding. Schauen wir dann genauer hin, sehen wir, warum wir es mit der Metapher des Netzes beschreiben. Scheinbar unendliche viele Bits und Pieces sind mal fein, mal grob miteinander verwoben und schicken ihre Daten durch die Leitungen, die unsere Welt umspannen. Protokolle und Services sorgen für einen lockeren Verbund im Web, der sein stetiges Wachstum möglich macht. Es wächst in die Unternehmen mit hinein und nimmt seine Metapher und Technologie mit. Dort in den Unternehmen haben wir die echten Monolithen. Große Systeme aus einem Block, die man mit Mühe über Jahrzehnte gebaut hat und nun wieder auflöst, um so flexibel zu werden wie das Web. Dafür werden heute gerne Microservices verwendet, wie sie Rainer Stropek in seiner Kolumne beschreibt und kritisch in Frage stellt: Sind Microservices ein Irrweg und elegante Monolithen die Lösung?

Wir können hier keine Silver Bullets anbieten, aber zum Nachdenken anregen, wie das Verhältnis vom Großen zum Kleinen, von monolithisch zu modular ist. Das ist nicht nur auf die Systeme bezogen, sondern auch auf die Art und Weise wie sie gebaut werden. Im der Web- und App-Entwicklung sind aktuell Frameworks und Bibliotheken im Trend, die mit unterschiedlichen Konzepten versuchen, große und kleine Lösungen gleichermaßen möglich zu machen. Zu den prominentesten zählen React, Vue.js und Angular – mit ihnen stehen Entwicklern auch wieder sehr große Systeme zur Verfügung. Aber selbst diese setzen auf Kleinteiligkeit. So bietet das neue Angular 9 Lazy Loading von Komponenten an, weil Module schon zu groß scheinen, wie Manfred Steyer beschreibt. Manuel Rauber geht in seinem Artikel „Nativ im Web ohne Framework“ noch einen Schritt weiter und stellt Ihnen Web Components vor, die die Idee des Frameworks wieder auflösen und die Komponente direkt für den Browser in den Mittelpunkt stellen. Wieder ein Ansatz, der es leichtgewichtig ermöglicht, dem großen Web neue kleine Knoten und schnelle Verbindungen einzuweben.

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Carsten Eilers 1967 – 2020

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Autors Carsten Eilers vernommen. Carsten war als Security-Experte mehr als ein Jahrzehnt für verschiedene unserer Publikationen tätig und verfasste ungezählte Kolumnen, Fachartikel und aktuelle Security-News. Lesern unserer Magazine Windows Developer, PHP Magazin, Entwickler Magazin sowie ...

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