© best_vector/Shutterstock.com
Windows Developer
Desired State Configuration: Windows PowerShell als DevOps-Tool

Im gewünschten Zustand

Die mit Windows Server 2012 R2 eingeführte PowerShell-Erweiterung Desired State Configuration (DSC) wird vor allem von Anbietern im Web- und Cloud-Business zum automatisierten Konfigurationsmanagement ihrer dynamischen, ständig skalierenden Rechenzentren genutzt. Mit DSC können Sie nicht nur den erforderlichen Zustand Ihrer Windows-Systeme definieren und realisieren, sondern diesen auch voll automatisiert in regelmäßigen Intervallen prüfen und - falls der Zustand abweicht - wiederherstellen.

Frank Peter Schultze


DSC ist Microsofts Antwort auf die Erkenntnisse, dass erstens Änderungen die Hauptursache von Fehlern sind und zweitens Vermeidungsstrategien à la „never change a running system“ keine optimalen Lösungsansätze für eine IT sein können, von deren Agilität der Geschäftserfolg abhängt. Dieser Artikel beschreibt, wie DSC als Konfigurationsplattform funktioniert, wie man es nutzt und erweitert.

Die stille IT-Revolution

Das variantenreich interpretierte Buzzword „DevOps“ bezeichnet eine Bewegung, die die traditionelle Kluft zwischen den „Silos“ Softwareentwicklung (Developers) und IT-Betrieb (Operations) als geschäftskritisches Thema adressiert und eine Kultur der respekt- und vertrauensvollen Zusammenarbeit symbolisiert. DevOps vereint die kontroversen Interessen beider Lager (häufige, rasche Releases vs. sicherer, stabiler, performanter Betrieb) mit dem Ziel, z. B. Cloud-Dienste schnell und zuverlässig zum Endnutzer zu bringen – also idealerweise den Geschäftserfolg zu steigern [1].

Infrastructure as Code (IAC)

Die Hauptidee von DevOps besteht darin, die agilen Methoden der Softwareentwicklung (z. B. testgetriebene Entwicklung) mittels „Infrastructure as Code“ auf den Betrieb auszudehnen und somit die für Cloud-Umgebungen typische kontinuierliche Lieferung neuer Releases (Continuous Delivery) bis zum Endnutzer optimal zu unterstützen. IAC bezeichnet einen weit über das einfache Scripting hinausgehenden Automatisierungsansatz, bei dem sämtliche Vorgänge zum Aufbau sowie zur Sicher- und Wiederherstellung der Konfiguration einer IT-Infrastruktur im Quellcode repräsentiert sind. Dadurch eröffnen sich für den Betrieb viele der in der Softwareentwicklung genutzten Möglichkeiten, etwa die zentrale Verwaltung des Quellcodes und die Konflikterkennung mittels Versionskontrolle. Durch die Trennung von Business- und Konfigurationslogik ist es zudem möglich, mit einer Quellcodebasis die IT-Umgebungen z. B. für Entwicklung, Test und Produktion aufzubauen und identisch zu halten.

Rund um IAC existiert größtenteils im Open-­Source- und Unix-Umfeld ein ganzes Ökosystem aus Tools. Stellvertretend seien an dieser Stelle die Konfigurationsmanagementtools Chef, Puppet und CFEngine genannt. Sie ermöglichen über eine domänenspezifische Sprache (DSL) nicht nur eine formale Beschreibung des gewünschten Zustands von Zielsystemen, sondern setzen diese Vorgaben auch über entsprechende Hintergrundmechanismen auf den Zielsystemen idempotent um.

DSC: IAC à la Microsoft

Windows PowerShell bzw. da...

Windows Developer
Desired State Configuration: Windows PowerShell als DevOps-Tool

Im gewünschten Zustand

Die mit Windows Server 2012 R2 eingeführte PowerShell-Erweiterung Desired State Configuration (DSC) wird vor allem von Anbietern im Web- und Cloud-Business zum automatisierten Konfigurationsmanagement ihrer dynamischen, ständig skalierenden Rechenzentren genutzt. Mit DSC können Sie nicht nur den erforderlichen Zustand Ihrer Windows-Systeme definieren und realisieren, sondern diesen auch voll automatisiert in regelmäßigen Intervallen prüfen und - falls der Zustand abweicht - wiederherstellen.

Frank Peter Schultze


DSC ist Microsofts Antwort auf die Erkenntnisse, dass erstens Änderungen die Hauptursache von Fehlern sind und zweitens Vermeidungsstrategien à la „never change a running system“ keine optimalen Lösungsansätze für eine IT sein können, von deren Agilität der Geschäftserfolg abhängt. Dieser Artikel beschreibt, wie DSC als Konfigurationsplattform funktioniert, wie man es nutzt und erweitert.

Die stille IT-Revolution

Das variantenreich interpretierte Buzzword „DevOps“ bezeichnet eine Bewegung, die die traditionelle Kluft zwischen den „Silos“ Softwareentwicklung (Developers) und IT-Betrieb (Operations) als geschäftskritisches Thema adressiert und eine Kultur der respekt- und vertrauensvollen Zusammenarbeit symbolisiert. DevOps vereint die kontroversen Interessen beider Lager (häufige, rasche Releases vs. sicherer, stabiler, performanter Betrieb) mit dem Ziel, z. B. Cloud-Dienste schnell und zuverlässig zum Endnutzer zu bringen – also idealerweise den Geschäftserfolg zu steigern [1].

Infrastructure as Code (IAC)

Die Hauptidee von DevOps besteht darin, die agilen Methoden der Softwareentwicklung (z. B. testgetriebene Entwicklung) mittels „Infrastructure as Code“ auf den Betrieb auszudehnen und somit die für Cloud-Umgebungen typische kontinuierliche Lieferung neuer Releases (Continuous Delivery) bis zum Endnutzer optimal zu unterstützen. IAC bezeichnet einen weit über das einfache Scripting hinausgehenden Automatisierungsansatz, bei dem sämtliche Vorgänge zum Aufbau sowie zur Sicher- und Wiederherstellung der Konfiguration einer IT-Infrastruktur im Quellcode repräsentiert sind. Dadurch eröffnen sich für den Betrieb viele der in der Softwareentwicklung genutzten Möglichkeiten, etwa die zentrale Verwaltung des Quellcodes und die Konflikterkennung mittels Versionskontrolle. Durch die Trennung von Business- und Konfigurationslogik ist es zudem möglich, mit einer Quellcodebasis die IT-Umgebungen z. B. für Entwicklung, Test und Produktion aufzubauen und identisch zu halten.

Rund um IAC existiert größtenteils im Open-­Source- und Unix-Umfeld ein ganzes Ökosystem aus Tools. Stellvertretend seien an dieser Stelle die Konfigurationsmanagementtools Chef, Puppet und CFEngine genannt. Sie ermöglichen über eine domänenspezifische Sprache (DSL) nicht nur eine formale Beschreibung des gewünschten Zustands von Zielsystemen, sondern setzen diese Vorgaben auch über entsprechende Hintergrundmechanismen auf den Zielsystemen idempotent um.

DSC: IAC à la Microsoft

Windows PowerShell bzw. da...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang