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Windows Developer
Apps zur Bildbearbeitung mit dem Nokia Imaging SDK erstellen

Instagram aus Einzelteilen

Seit dem IPO des Bildverfremdungsspezialisten sind mobile Fotoeditoren in höchstem Maße populär: Es gibt kaum eine Plattform, in der nicht dutzende von Bildbearbeitern um die Gunst der Nutzer buhlen. Leider ist die Qualität der Resultate meist bescheiden. Das Nokia Imaging SDK bietet die Möglichkeit, Apps nach den eigenen Wünschen zu entwickeln.

Tam Hanna


WinRT mit C++

Nokia galt seit jeher als Experte in Sachen Kameras: neben einer jahrelangen Partnerschaft mit Zeiss entwickelte Nokia mit EDOF und PureView zwei hoch interessante „neue Kameratechnologien“. Da die Leistungsfähigkeit moderner Kameras stark durch die Firmware bzw. Betriebssoftware beeinflusst wird, haben die Finnen im Laufe der Zeit enormes Wissen über Bildbearbeitung angesammelt.

Nokia Imaging SDK – Was ist das?

Nokia’s neueste Entwicklerbibliothek enthält eine Vielzahl verschiedener Filter, die Bildmaterial verfremden. Böse Zungen würden die Library als „GIMP für Visual Studio“ bezeichnen – ein Blick auf die in Abbildung 1 gezeigte Funktionsvielfalt zeigt, dass dies nicht unbegründet ist.

Abb. 1: Das Filterpaket kann mit GIMP und Photoshop mithalten (Quelle: Nokia)

In der Anfangszeit stand das Nokia Imaging SDK nur unter Windows Phone 8 zur Verfügung. Da Nokia mittlerweile auch ein „normales“ Windows-8-Gerät anbietet, wurde ein Update erforderlich. Die auch mit Windows 8.1 kompatible Version 1.1 brachte außerdem eine als „Interactive Foreground Segmenter“ bezeichnete Funktion mit, die das Erstellen eines Bluebox-Effekts anhand von vom Benutzer eingegebenen Grenzinformationen ermöglicht.

Der Einsatz des Imaging SDKs erspart Ihnen die Entwicklung eigener Verarbeitungsroutinen. Ein weiterer Vorteil ist, dass es JPGs partiell dekodieren kann. Das bedeutet, dass Bildvorschauen, Zuschnitte und Rotationen mit rasender Geschwindigkeit und unter geringem Speicherverbrauch erfolgen – das Telefon holt sich nur jene Daten aus dem Bild, die es zur Erledigung der anstehenden Aufgabe braucht.

Toolchain für Dummys

Wer Bilder mit GIMP bearbeitet, kennt das Konzept der Ebenen mit Sicherheit. Grafiken entstehen durch die Überlagerung mehrerer halbtransparenter Elemente, die die an sie übergebenen Bilddaten verändern und weitergeben. Nokia bildet dieses System im Imaging SDK nach. Die Grund-Pipeline ist in Abbildung 2 gezeigt.

Abb. 2: Imaging-Applikationen bestehen aus einer Bildquelle, einem oder mehreren Filtern und einer Bildsenke (Quelle: Nokia)

Die Image Source hat die Aufgabe, Bilddaten zu generieren. Normalerweise stammen diese aus einer schon am Telefon befindlichen Bilddatei – dank CameraPreview­ImageSource und GradientImageSource können Sie das SDK auch auf Kameradaten oder auf gerenderte Farbverläufe loslassen. Effects sind für die eigentliche Verarbeitung zuständig. Sie exponieren ein Interface vom Typ IImageProvider, weshalb sie für das nachfolgen...

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Apps zur Bildbearbeitung mit dem Nokia Imaging SDK erstellen

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Seit dem IPO des Bildverfremdungsspezialisten sind mobile Fotoeditoren in höchstem Maße populär: Es gibt kaum eine Plattform, in der nicht dutzende von Bildbearbeitern um die Gunst der Nutzer buhlen. Leider ist die Qualität der Resultate meist bescheiden. Das Nokia Imaging SDK bietet die Möglichkeit, Apps nach den eigenen Wünschen zu entwickeln.

Tam Hanna


WinRT mit C++

Nokia galt seit jeher als Experte in Sachen Kameras: neben einer jahrelangen Partnerschaft mit Zeiss entwickelte Nokia mit EDOF und PureView zwei hoch interessante „neue Kameratechnologien“. Da die Leistungsfähigkeit moderner Kameras stark durch die Firmware bzw. Betriebssoftware beeinflusst wird, haben die Finnen im Laufe der Zeit enormes Wissen über Bildbearbeitung angesammelt.

Nokia Imaging SDK – Was ist das?

Nokia’s neueste Entwicklerbibliothek enthält eine Vielzahl verschiedener Filter, die Bildmaterial verfremden. Böse Zungen würden die Library als „GIMP für Visual Studio“ bezeichnen – ein Blick auf die in Abbildung 1 gezeigte Funktionsvielfalt zeigt, dass dies nicht unbegründet ist.

Abb. 1: Das Filterpaket kann mit GIMP und Photoshop mithalten (Quelle: Nokia)

In der Anfangszeit stand das Nokia Imaging SDK nur unter Windows Phone 8 zur Verfügung. Da Nokia mittlerweile auch ein „normales“ Windows-8-Gerät anbietet, wurde ein Update erforderlich. Die auch mit Windows 8.1 kompatible Version 1.1 brachte außerdem eine als „Interactive Foreground Segmenter“ bezeichnete Funktion mit, die das Erstellen eines Bluebox-Effekts anhand von vom Benutzer eingegebenen Grenzinformationen ermöglicht.

Der Einsatz des Imaging SDKs erspart Ihnen die Entwicklung eigener Verarbeitungsroutinen. Ein weiterer Vorteil ist, dass es JPGs partiell dekodieren kann. Das bedeutet, dass Bildvorschauen, Zuschnitte und Rotationen mit rasender Geschwindigkeit und unter geringem Speicherverbrauch erfolgen – das Telefon holt sich nur jene Daten aus dem Bild, die es zur Erledigung der anstehenden Aufgabe braucht.

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Wer Bilder mit GIMP bearbeitet, kennt das Konzept der Ebenen mit Sicherheit. Grafiken entstehen durch die Überlagerung mehrerer halbtransparenter Elemente, die die an sie übergebenen Bilddaten verändern und weitergeben. Nokia bildet dieses System im Imaging SDK nach. Die Grund-Pipeline ist in Abbildung 2 gezeigt.

Abb. 2: Imaging-Applikationen bestehen aus einer Bildquelle, einem oder mehreren Filtern und einer Bildsenke (Quelle: Nokia)

Die Image Source hat die Aufgabe, Bilddaten zu generieren. Normalerweise stammen diese aus einer schon am Telefon befindlichen Bilddatei – dank CameraPreview­ImageSource und GradientImageSource können Sie das SDK auch auf Kameradaten oder auf gerenderte Farbverläufe loslassen. Effects sind für die eigentliche Verarbeitung zuständig. Sie exponieren ein Interface vom Typ IImageProvider, weshalb sie für das nachfolgen...

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