© best_vector/Shutterstock.com
Windows Developer
Microsofts Windows PowerShell 4.0

Kraftfutter für Admins und Entwickler

Mittlerweile gibt es eine Version 4.0 der Windows PowerShell. Im Alltag findet man aber immer noch viele Administratoren und Softwareentwickler, die die Macht der PowerShell nicht kennen. Dabei ist die PowerShell inzwischen sogar in Visual Studio integriert. Grund genug, die PowerShell noch einmal von Grund auf vorzustellen und die neuesten Features hervorzuheben.

Holger Schwichtenberg


Die PowerShell 4.0 ist in Windows 8.1 oder Windows Server 2012 R2 bereits im Standard installiert. In Windows Server 2012 R2 Core ist sie ein optionales Installationsfeature. Die PowerShell 4.0 wird auf Windows 7 und Windows Server 2008 R2 sowie Windows Server 2012 als Teil des Windows Management Frameworks 4.0 (WMF) [1] installiert. In Windows 8 lässt sich die PowerShell 4.0 nur durch ein Update auf Windows 8.1 nutzen. Ältere Versionen der Power­Shell laufen auch auf Windows XP (PowerShell 1.0 und 2.0). Die PowerShell 3.0 läuft ab Windows 7 bzw. Windows Server 2008.

Die PowerShell gibt es auf dem System in zwei Formen: die PowerShell-Konsole (vom Aussehen und Bedienung her dem Windows-Kommandozeilenfenster entsprechend) und das WPF-basierte „Windows PowerShell Integrated Scripting Environment“ (kurz: ISE) mit Skripteditor und interaktivem Eingabebereich.

Commandlets

Ein einzelner Befehl der PowerShell heißt Commandlet (kurz: Cmdlet). Ein Commandlet besteht typischerweise aus drei Teilen: einem Verb und einem Substantiv (getrennt durch einen Bindestrich) sowie einer (optionalen) Parameterliste mit Name-Wert-Paaren, die durch Leerzeichen getrennt sind. Die Parameter müssen nur dann in Anführungszeichen stehen, wenn im Parameterwert selbst Leerzeichen (z. B. in einem Dateisystempfad) vorkommen. Die Groß- und Kleinschreibung ist bei den Namen nicht relevant.

Ein einfaches Beispiel ohne Parameter lautet: Get-Process. Durch einen Parameter kann man z. B. die Prozesse filtern: Get-Process –name i* liefert Prozesse, deren Namen mit i anfangen. Alternativ kann man auch bei einigen Parametern den Namen weglassen, dann muss man aber die Position einhalten. Get-Process i* führt zum gleichen Ergebnis. Das Filtern über die Prozess-ID funktioniert dann aber nur mit Abgabe des Parameternamens –id: Get-Process –id 7844.

Wenn ein Commandlet mehrere Parameter besitzt, ist die Reihenfolge der Parameter entscheidend oder der Nutzer muss die Namen der Parameter mit angeben. Alle folgenden Befehle sind gleichbedeutend, um Dateien mit dem Muster *.doc aus dem c:\temp-Verzeichnis aufzulisten:

Get-Childitem C:\temp *.doc Get-Childitem -Path C:\temp -Filter *.docGet-Childitem -Filter *.doc -Path C:\temp

Die PowerShell-Konsole unterstützt bei der Eingabe durch Tabulatorvervollständigung. Die ISE bietet eine IntelliSense-Eingabeunterstützung wie Visual Studio.

Durch so genannte Aliase kann der Nutzer die Eingabe von Commandlets verkürzen. So ist dir als Alias für Get-Childitem oder help f...

Windows Developer
Microsofts Windows PowerShell 4.0

Kraftfutter für Admins und Entwickler

Mittlerweile gibt es eine Version 4.0 der Windows PowerShell. Im Alltag findet man aber immer noch viele Administratoren und Softwareentwickler, die die Macht der PowerShell nicht kennen. Dabei ist die PowerShell inzwischen sogar in Visual Studio integriert. Grund genug, die PowerShell noch einmal von Grund auf vorzustellen und die neuesten Features hervorzuheben.

Holger Schwichtenberg


Die PowerShell 4.0 ist in Windows 8.1 oder Windows Server 2012 R2 bereits im Standard installiert. In Windows Server 2012 R2 Core ist sie ein optionales Installationsfeature. Die PowerShell 4.0 wird auf Windows 7 und Windows Server 2008 R2 sowie Windows Server 2012 als Teil des Windows Management Frameworks 4.0 (WMF) [1] installiert. In Windows 8 lässt sich die PowerShell 4.0 nur durch ein Update auf Windows 8.1 nutzen. Ältere Versionen der Power­Shell laufen auch auf Windows XP (PowerShell 1.0 und 2.0). Die PowerShell 3.0 läuft ab Windows 7 bzw. Windows Server 2008.

Die PowerShell gibt es auf dem System in zwei Formen: die PowerShell-Konsole (vom Aussehen und Bedienung her dem Windows-Kommandozeilenfenster entsprechend) und das WPF-basierte „Windows PowerShell Integrated Scripting Environment“ (kurz: ISE) mit Skripteditor und interaktivem Eingabebereich.

Commandlets

Ein einzelner Befehl der PowerShell heißt Commandlet (kurz: Cmdlet). Ein Commandlet besteht typischerweise aus drei Teilen: einem Verb und einem Substantiv (getrennt durch einen Bindestrich) sowie einer (optionalen) Parameterliste mit Name-Wert-Paaren, die durch Leerzeichen getrennt sind. Die Parameter müssen nur dann in Anführungszeichen stehen, wenn im Parameterwert selbst Leerzeichen (z. B. in einem Dateisystempfad) vorkommen. Die Groß- und Kleinschreibung ist bei den Namen nicht relevant.

Ein einfaches Beispiel ohne Parameter lautet: Get-Process. Durch einen Parameter kann man z. B. die Prozesse filtern: Get-Process –name i* liefert Prozesse, deren Namen mit i anfangen. Alternativ kann man auch bei einigen Parametern den Namen weglassen, dann muss man aber die Position einhalten. Get-Process i* führt zum gleichen Ergebnis. Das Filtern über die Prozess-ID funktioniert dann aber nur mit Abgabe des Parameternamens –id: Get-Process –id 7844.

Wenn ein Commandlet mehrere Parameter besitzt, ist die Reihenfolge der Parameter entscheidend oder der Nutzer muss die Namen der Parameter mit angeben. Alle folgenden Befehle sind gleichbedeutend, um Dateien mit dem Muster *.doc aus dem c:\temp-Verzeichnis aufzulisten:

Get-Childitem C:\temp *.doc Get-Childitem -Path C:\temp -Filter *.docGet-Childitem -Filter *.doc -Path C:\temp

Die PowerShell-Konsole unterstützt bei der Eingabe durch Tabulatorvervollständigung. Die ISE bietet eine IntelliSense-Eingabeunterstützung wie Visual Studio.

Durch so genannte Aliase kann der Nutzer die Eingabe von Commandlets verkürzen. So ist dir als Alias für Get-Childitem oder help f...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang