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Windows Developer
Tipps für ein gelungenes Projektmanagement durch Weglassen

Und täglich grüßt das Murmeltier …

In der Softwareentwicklung kämpft man bei der Umsetzung von Projekten oftmals mit den gleichen kleinen oder auch großen Problemen. Man muss Dinge priorisieren, Aufwände schätzen und nebenbei noch zu einem Meeting. Was davon nun sinnvoll ist oder auch nicht, darüber ließe sich stundenlang streiten. Doch eigentlich möchte man das gar nicht. Gerne hätte man ein paar kleine Rezepte, um sich solche Probleme zu ersparen.

Fabian Höger


Video: Software in der Hälfte der Zeit – Acceptance Test Driven Development

Ab und zu wundert man sich schon, wie alltäglich gewordene Dinge wie E-Mails oder Meetings im Projekt­alltag zu regelrechten Foltergeräten mutieren. Selbst wenn man sich mittlerweile an gewisse Umstände gewöhnt hat, möchte man sich dennoch nicht damit abfinden. Also legt man sich mit der Zeit kleine Gedankenspiele zurecht, wenn mal wieder der alltägliche Wahnsinn ausbricht. Man experimentiert und probiert dabei verschiedene Lösungswege aus. Aus diesen sich ständig wiederholenden Situationen haben sich mittlerweile praktikable Ideen entwickelt. Diese Ideen erheben aber ganz sicher nicht den Anspruch, die große Antwort auf alles zu sein. Sie sollen im Arbeitsalltag einfach eine Hilfe sein.

Der Nullaufwand

Ein Problem, auf das man häufiger trifft, ist das ständige Auftreten von Aufgaben, die sich nebenher erledigen lassen. Es kann auch sein, dass bei einer Aufgabe nur eine Hilfestellung erwartet wird. Meistens geht es aber schlicht darum, dass der Aufwand nicht so groß ist, dass man ihn messen müsste – kurzerhand als Nullaufwand bezeichnet.

Wie kann also ein Aufwand aussehen, dessen Zeitaufwand wirklich bei null liegt? Das Einspielen eines Updates auf einem Server vielleicht. Hier übernimmt das Betriebssystem die Arbeit. Allerdings müssen nach einem Update die Anwendungen auf dem Server überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie noch immer funktionieren. Das benötigt Zeit und ist mit Sicherheit kein Nullaufwand. Wie sieht es denn mit dem berühmten Einzeiler im Code aus? Diese Änderung kann doch nichts kosten, oder? Wenn man davon ausgeht, dass jede Änderung mithilfe des Vieraugenprinzips geprüft wird, schon. Eventuell müssen auch Unit Tests, die Dokumentation und das Anwendungshandbuch angepasst werden. Zusätzlich ist die Änderung auch noch an alle Clients zu verteilen. Von einem Nullaufwand kann man also nicht sprechen.

Diese Beispiele zeigen, dass es einen Nullaufwand nicht gibt. Wäre er nicht wirklich null, müsste man ihn nicht beachten. Vielleicht sieht es auf den ersten Blick nach wenig Arbeit aus. Das ist durchaus legitim. Man sollte sich nur nicht dazu hinreißen lassen, alles auf die leichte Schulter zu nehmen. Wie in der Physik folgt aus jeder Aktion auch eine Reaktion. Letztere wird dabei von den meisten übersehen und nicht eingeplant.

Was ist denn nun wichtiger?

Wenn es darum geht, Ideen und neue Funktionen für eine Anwendung zu entwickeln, sind eigentlich immer all...

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Tipps für ein gelungenes Projektmanagement durch Weglassen

Und täglich grüßt das Murmeltier …

In der Softwareentwicklung kämpft man bei der Umsetzung von Projekten oftmals mit den gleichen kleinen oder auch großen Problemen. Man muss Dinge priorisieren, Aufwände schätzen und nebenbei noch zu einem Meeting. Was davon nun sinnvoll ist oder auch nicht, darüber ließe sich stundenlang streiten. Doch eigentlich möchte man das gar nicht. Gerne hätte man ein paar kleine Rezepte, um sich solche Probleme zu ersparen.

Fabian Höger


Video: Software in der Hälfte der Zeit – Acceptance Test Driven Development

Ab und zu wundert man sich schon, wie alltäglich gewordene Dinge wie E-Mails oder Meetings im Projekt­alltag zu regelrechten Foltergeräten mutieren. Selbst wenn man sich mittlerweile an gewisse Umstände gewöhnt hat, möchte man sich dennoch nicht damit abfinden. Also legt man sich mit der Zeit kleine Gedankenspiele zurecht, wenn mal wieder der alltägliche Wahnsinn ausbricht. Man experimentiert und probiert dabei verschiedene Lösungswege aus. Aus diesen sich ständig wiederholenden Situationen haben sich mittlerweile praktikable Ideen entwickelt. Diese Ideen erheben aber ganz sicher nicht den Anspruch, die große Antwort auf alles zu sein. Sie sollen im Arbeitsalltag einfach eine Hilfe sein.

Der Nullaufwand

Ein Problem, auf das man häufiger trifft, ist das ständige Auftreten von Aufgaben, die sich nebenher erledigen lassen. Es kann auch sein, dass bei einer Aufgabe nur eine Hilfestellung erwartet wird. Meistens geht es aber schlicht darum, dass der Aufwand nicht so groß ist, dass man ihn messen müsste – kurzerhand als Nullaufwand bezeichnet.

Wie kann also ein Aufwand aussehen, dessen Zeitaufwand wirklich bei null liegt? Das Einspielen eines Updates auf einem Server vielleicht. Hier übernimmt das Betriebssystem die Arbeit. Allerdings müssen nach einem Update die Anwendungen auf dem Server überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie noch immer funktionieren. Das benötigt Zeit und ist mit Sicherheit kein Nullaufwand. Wie sieht es denn mit dem berühmten Einzeiler im Code aus? Diese Änderung kann doch nichts kosten, oder? Wenn man davon ausgeht, dass jede Änderung mithilfe des Vieraugenprinzips geprüft wird, schon. Eventuell müssen auch Unit Tests, die Dokumentation und das Anwendungshandbuch angepasst werden. Zusätzlich ist die Änderung auch noch an alle Clients zu verteilen. Von einem Nullaufwand kann man also nicht sprechen.

Diese Beispiele zeigen, dass es einen Nullaufwand nicht gibt. Wäre er nicht wirklich null, müsste man ihn nicht beachten. Vielleicht sieht es auf den ersten Blick nach wenig Arbeit aus. Das ist durchaus legitim. Man sollte sich nur nicht dazu hinreißen lassen, alles auf die leichte Schulter zu nehmen. Wie in der Physik folgt aus jeder Aktion auch eine Reaktion. Letztere wird dabei von den meisten übersehen und nicht eingeplant.

Was ist denn nun wichtiger?

Wenn es darum geht, Ideen und neue Funktionen für eine Anwendung zu entwickeln, sind eigentlich immer all...

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