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Windows Developer
Warum es mehr als ein Werkzeug gibt, oder: Der Hammer der Woche

Olis bunte Welt der IT

Als Junge besaß ich ein Schweizer Taschenmesser. Damit konnte man tolle Sachen machen: vom Zahnstocher bis zum Dosenöffner war da alles dran, was man je brauchte. Natürlich hatte ich zu dieser Zeit meines Lebens nicht viele Dosen zu öffnen oder Korken zu ziehen, aber die Vielfältigkeit des Werkzeugs fand ich beeindruckend. Wenn irgendwo eine Schraube zu drehen war oder ein loser Faden abzuschneiden, war das Taschenmesser erste Wahl. Natürlich war das Ergebnis oft nicht besonders gut und ich wäre oft besser dran gewesen mit einem Schraubenzieher, einem richtigen Dosenöffner oder Korkenzieher oder einem Stück Zahnseide.

Oliver Sturm


Es gibt ein Sprichwort, das gut zusammenfasst, was ich in meiner Jugend mit meinem Taschenmesser erlebt habe: „Wenn man einen guten Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.“ Nun hat sich mein Fokus im Laufe der Jahre verschoben, aber ich begegne auch in meiner heutigen Arbeit noch immer regelmäßig dem allmächtigen Hammer. Viele Menschen, die in Bereichen der Softwareentwicklung oder -architektur arbeiten, lieben ihre Hämmer und versuchen jahrelang, manchmal jahrzehntelang, jedes Problem gerade so zu betrachten, dass es mit ihrem Lieblingswerkzeug lösbar wird. Wie man’s nimmt …Natürlich wissen wir heute, dass der Bereich Softwareentwicklung sehr schnelllebig ist. Daher gibt es mittlerweile den neuen Trend, hin und wieder nach einem neuen Hammer Ausschau zu halten. Es gibt viele Beispiele für Technologien, die schon einmal auf breiter Front solch eine Rolle spielen mussten. Zu erwähnen ist etwa MVC auf der Serverseite, ein Konzept, das vor Jahren in bestimmten Bereichen eine gewisse Dominanz erreichte und sich inzwischen als Allzweckwerkzeug etabliert hat, was bereits zu einer gewissen Verschiebung des View-Begriffs, etwa im Bereich von Diensten, geführt hat.ORM für Daten – was sonst?Prioritäten für bestimmte Plattformen oder auch die allgemeinere Unterscheidung „Client“ oder „Web“ sind ebenfalls gute Beispiele für solche Sichtweisen. Wenn ich als Aussteller bei Veranstaltungen mit Programmierern rede, stelle ich immer wieder fest, dass diese sich gern als „Cliententwickler“ oder „Webentwickler“ einstufen. Damit ist eine Weltsicht definiert, eine philosophische Grundlage für die tägliche Arbeit. Oft geht das noch viel weiter: „Wir machen jetzt unternehmensweit alles nur noch mit Angular“ ist eine Aussage, die ich schon oft gehört habe.Gründe gibt es immerWie Sie dem letzten Beispiel entnehmen können, sind die Gründe für Bevorzugung nach dem beschriebenen Muster vielfältig. Einfach nur „cool“ ist auch bei der technischen und geschäftlichen Entscheidungsfindung eine Eigenschaft, der regelmäßig großer Stellenwert eingeräumt wird. Wenn es um Technologie geht, spielen aber auch die eigenen Kenntnisse und die des Teams eine wichtige Rolle. Für ein Werkzeug, das Sie gar nicht kennen, können Sie sich natürlich nicht entscheiden. Von vielen Werkzeugen haben Sie vielleicht schon gehört, aber Sie kennen nicht genügend Details, um die Bedeutung richtig einzuschätzen und zu berücksichtigen. Um effektiv mit einem neuen Ansatz arbeiten zu können, ist ein Lerna...

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Warum es mehr als ein Werkzeug gibt, oder: Der Hammer der Woche

Olis bunte Welt der IT

Als Junge besaß ich ein Schweizer Taschenmesser. Damit konnte man tolle Sachen machen: vom Zahnstocher bis zum Dosenöffner war da alles dran, was man je brauchte. Natürlich hatte ich zu dieser Zeit meines Lebens nicht viele Dosen zu öffnen oder Korken zu ziehen, aber die Vielfältigkeit des Werkzeugs fand ich beeindruckend. Wenn irgendwo eine Schraube zu drehen war oder ein loser Faden abzuschneiden, war das Taschenmesser erste Wahl. Natürlich war das Ergebnis oft nicht besonders gut und ich wäre oft besser dran gewesen mit einem Schraubenzieher, einem richtigen Dosenöffner oder Korkenzieher oder einem Stück Zahnseide.

Oliver Sturm


Es gibt ein Sprichwort, das gut zusammenfasst, was ich in meiner Jugend mit meinem Taschenmesser erlebt habe: „Wenn man einen guten Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.“ Nun hat sich mein Fokus im Laufe der Jahre verschoben, aber ich begegne auch in meiner heutigen Arbeit noch immer regelmäßig dem allmächtigen Hammer. Viele Menschen, die in Bereichen der Softwareentwicklung oder -architektur arbeiten, lieben ihre Hämmer und versuchen jahrelang, manchmal jahrzehntelang, jedes Problem gerade so zu betrachten, dass es mit ihrem Lieblingswerkzeug lösbar wird. Wie man’s nimmt …Natürlich wissen wir heute, dass der Bereich Softwareentwicklung sehr schnelllebig ist. Daher gibt es mittlerweile den neuen Trend, hin und wieder nach einem neuen Hammer Ausschau zu halten. Es gibt viele Beispiele für Technologien, die schon einmal auf breiter Front solch eine Rolle spielen mussten. Zu erwähnen ist etwa MVC auf der Serverseite, ein Konzept, das vor Jahren in bestimmten Bereichen eine gewisse Dominanz erreichte und sich inzwischen als Allzweckwerkzeug etabliert hat, was bereits zu einer gewissen Verschiebung des View-Begriffs, etwa im Bereich von Diensten, geführt hat.ORM für Daten – was sonst?Prioritäten für bestimmte Plattformen oder auch die allgemeinere Unterscheidung „Client“ oder „Web“ sind ebenfalls gute Beispiele für solche Sichtweisen. Wenn ich als Aussteller bei Veranstaltungen mit Programmierern rede, stelle ich immer wieder fest, dass diese sich gern als „Cliententwickler“ oder „Webentwickler“ einstufen. Damit ist eine Weltsicht definiert, eine philosophische Grundlage für die tägliche Arbeit. Oft geht das noch viel weiter: „Wir machen jetzt unternehmensweit alles nur noch mit Angular“ ist eine Aussage, die ich schon oft gehört habe.Gründe gibt es immerWie Sie dem letzten Beispiel entnehmen können, sind die Gründe für Bevorzugung nach dem beschriebenen Muster vielfältig. Einfach nur „cool“ ist auch bei der technischen und geschäftlichen Entscheidungsfindung eine Eigenschaft, der regelmäßig großer Stellenwert eingeräumt wird. Wenn es um Technologie geht, spielen aber auch die eigenen Kenntnisse und die des Teams eine wichtige Rolle. Für ein Werkzeug, das Sie gar nicht kennen, können Sie sich natürlich nicht entscheiden. Von vielen Werkzeugen haben Sie vielleicht schon gehört, aber Sie kennen nicht genügend Details, um die Bedeutung richtig einzuschätzen und zu berücksichtigen. Um effektiv mit einem neuen Ansatz arbeiten zu können, ist ein Lerna...

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