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Olis bunte Welt der IT

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Ein großes Thema der Softwareentwicklung Anfang 2018 ist zweifellos „Serverless“. Ende Februar war ich bei der BASTA! Spring in Frankfurt, und dort wurde fleißig darüber diskutiert, in und außerhalb von Sessions, was zu zahlreichen Fragen führte. Zunächst einmal: Was bedeutet eigentlich „Serverless“? Keine Server mehr? Nur noch Clients? Natürlich nicht! Zumindest erscheint das im Moment natürlich, da sehr viele moderne Architekturkonzepte Server und Clients benötigen – wer weiß, was die Zukunft bringt?

Serverless bezieht sich von der Wortwahl her wohl auf die Idee, dass der Betrieb benötigter Server aus der Hand des Programmierers genommen wird, aus der Hand des softwareproduzierenden Betriebs insgesamt. In der Vergangenheit haben wir bereits den physikalischen Betrieb spezialisierten Anbietern überlassen, entweder bei einer Hosting-Firma oder beim Cloud-Anbieter, aber wir (also wir Programmierer und unsere Kollegen, die Admins) waren noch immer für die Systemeinrichtung und -pflege zuständig. Mit Serverless fällt letzterer Teil jetzt auch noch weg. Als einzige Verantwortlichkeit für uns bleibt der Code, den wir schreiben, die Funktionalität, die unser Unternehmen an den Markt bringt.

Gern unterscheidet man noch die Begriffe „Serverless“ und „FaaS“. Immerhin verwenden wir schon lange Technologien wie Dropbox, Google Pages und ähnliche, und diese sind auch manchmal in Softwaresysteme eingebunden – also „serverless“. Der moderne Trend, über den soviel geredet wird, dreht sich aber eigentlich mehr um „Faas“, also „Function as a Service“. Eine Funktion (ja, genau wie der Programmierer Funktionen versteht) wird zum Dienst! Darum geht’s. Ohne Server geht das natürlich nicht – tatsächlich haben Amazon und Co. zahlreiche Server extra dafür eingerichtet. Der Punkt ist: das ist nicht unser Problem. Wir brauchen nur den Code für eine Funktion, oder für viele Funktionen, aber eben nichts darüber hinaus.

FaaS ist verlockend. Einen direkteren Weg in die Cloud hat es noch nicht gegeben – einfach eine Funktion schreiben, hochladen, und der eigene Dienst ist online. Abgerechnet wird nach verbrauchter Rechenzeit, in Blöcken von einigen Millisekunden. Skalierung ist automatisch, da gibt’s wenig, was man tun kann, und nichts, das man tun muss.

Funktionen können klein oder groß sein, und es ist wichtig zu verstehen, dass größere Mengen Code zusammen mit der Funktion hochgeladen werden können. Sie können sich eine Funktion ganz einfach vorstellen: Ein paar Parameter werden emp...

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