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Kolumne: Stropek as a Service

Kolumne: Stropek as a Service


Das Jahr 2019 ist erst wenige Monate alt und die Liste der Ankündigungen auf der Azure-Webseite ist bereits zweieinhalb Seiten lang. Security, Data Platform, Web APIs, IoT – das Themenspektrum der bereits neu erschienenen Azure-Komponenten ist enorm breit. Dank DevOps ist es schwieriger geworden, gewisse Themenbereiche auszublenden. Schließlich arbeitet man in einem autonomen Team, das Technologieentscheidungen von Datenbank bis UI treffen soll und für den Betrieb der Produktionsumgebung verantwortlich ist. Wer soll bei dieser Informationsflut und Innovationsgeschwindigkeit auf dem Laufenden bleiben? Man hat schließlich auch einen normalen Job in der Softwareentwicklung zu erledigen.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen es ein oder zwei Mal im Jahr große Entwicklungskonferenzen gab. Dort wurden die wichtigsten Neuigkeiten vorgestellt. Man hat in einem klar abgegrenzten Bereich gearbeitet und konnte Informationen über Neuerungen in relevant oder nicht relevant einteilen. Als Softwareentwicklerinnen und -entwickler müssen wir Strategien finden, mit dieser „schönen“ neuen Welt umzugehen.

Mut zur Lücke

Nur keine Panik. Auch in Zeiten von DevOps muss man nicht jedem Trend nachlaufen und nicht jeden neuen Cloud Service sofort in die eigene SaaS-Lösung einbauen. Jedes Team sollte eine technologische Ausrichtung haben und diese auch verfolgen. Es ist vollkommen ok, wenn man Neuerungen in anderen Bereichen ausblendet oder nur am Rande verfolgt. Wer seine Software ganz auf .NET aufbaut, muss nicht jede Ankündigung über neuen Java-Support in Serverless Functions im Detail lesen. Wer seine Strategie in Sachen Datenhaltung auf relationalen Datenbanken aufgebaut hat, braucht nicht jeden neuen NoSQL-PaaS-Dienst sofort auszuprobieren.

Ich kenne viele Entwicklerinnen und Entwickler, die ein Problem damit haben, zuzugeben, dass sie gewisse Bereiche der Softwareentwicklung für sich ausblenden und davon wenig Ahnung haben. Sie versuchen, über alles auf dem Laufenden zu bleiben. Die Gefahr dabei ist, auszubrennen oder vor lauter Lesen, Recherchieren und Ausprobieren nicht mehr zur eigentlichen Arbeit zu kommen. Darüber hinaus darf man Konzeptwissen nicht mit echtem, tiefem Verständnis für eine Technologie verwechseln. Letzteres erreicht man nur durch praktischen Einsatz in nicht trivialen Projekten.

Historische Betrachtungen

Ich lerne als Berater in Sachen Cloud-Computing viele Leute kennen, die verwirrt sind angesichts der vielen Lösungen, die Cloud-Anbieter wie M...

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