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Aktuelle Entwicklungen im Datenschutzrecht

Sportliche Bußgeldsummen


Im Mai 2020 wird die DSGVO zwei Jahre alt. Doch noch immer haben einige Unternehmen, Behörden und Vereine die Vorgaben nicht umgesetzt. Häufig droht deshalb Bußgeld, gerade für Unternehmen. Die Datenschutzaufsichtsbehörden haben ein DSK-Bußgeldkonzept ausgearbeitet, das die Höhe der zukünftig zu verhängenden Geldbußen in fünf Schritten ermitteln soll. Demnach geht es um beachtliche Summen!

Nach Wirksamwerden der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zum 25. Mai 2018 gab es kaum noch ein anderes Thema, zumindest in den Jura- und IT-affinen Medien. Fast zwei Jahre danach hat sich die Lage etwas beruhigt, obwohl viele Unternehmen, Behörden und Vereine noch immer nicht alle DSGVO-Vorgaben umgesetzt haben. Mittlerweile haben alle Beteiligten ihre Erfahrungen mit dem „neuen“ Datenschutzrecht gemacht, sowohl die verantwortlichen Stellen als auch die betroffenen Personen. Gleiches gilt für die Datenschutzaufsichtsbehörden, die ihrerseits nun wohl in Sachen Geldbußen etwas Fahrt aufnehmen werden. Das zeigt sich nicht zuletzt an einem (innerhalb Deutschlands) einheitlichen Bußgeldkonzept, das Ende 2019 von der Datenschutzkonferenz (DSK), einem Zusammenschluss der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden, vorgelegt wurde. Hinzu kommt eine weitere Überarbeitung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), das diverse Anpassungen an die DSGVO-Vorgaben enthält, teilweise aber auch durchaus größere Einflüsse auf den Alltag von Unternehmen mit sich bringt.

DSK-Bußgeldkonzept

Ein Bußgeld ist zwar nicht die einzig mögliche Sanktion, welche die Aufsichtsbehörden verhängen können, aber wohl die wirksamste. Im Gegensatz zu Unternehmen und Vereinen haben Behörden sowie andere öffentliche Stellen in dieser Hinsicht nichts zu befürchten, weil der deutsche Gesetzgeber mit der Regelung in § 43 Abs. 3 BDSG einen „Linke Tasche, rechte Tasche“-Effekt vermeiden wollte. Erster Adressat für Geldbußen sind folglich Unternehmen, die im Unterschied zu Vereinen primär Geld verdienen (wollen). Folglich richt...

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Sportliche Bußgeldsummen

Im Mai 2020 wird die DSGVO zwei Jahre alt. Doch noch immer haben einige Unternehmen, Behörden und Vereine die Vorgaben nicht umgesetzt. Häufig droht deshalb Bußgeld, gerade für Unternehmen. Die Datenschutzaufsichtsbehörden haben ein DSK-Bußgeldkonzept ausgearbeitet, das die Höhe der zukünftig zu verhängenden Geldbußen in fünf Schritten ermitteln soll. Demnach geht es um beachtliche Summen!

Michael Rohrlich


Im Mai 2020 wird die DSGVO zwei Jahre alt. Doch noch immer haben einige Unternehmen, Behörden und Vereine die Vorgaben nicht umgesetzt. Häufig droht deshalb Bußgeld, gerade für Unternehmen. Die Datenschutzaufsichtsbehörden haben ein DSK-Bußgeldkonzept ausgearbeitet, das die Höhe der zukünftig zu verhängenden Geldbußen in fünf Schritten ermitteln soll. Demnach geht es um beachtliche Summen!

Nach Wirksamwerden der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zum 25. Mai 2018 gab es kaum noch ein anderes Thema, zumindest in den Jura- und IT-affinen Medien. Fast zwei Jahre danach hat sich die Lage etwas beruhigt, obwohl viele Unternehmen, Behörden und Vereine noch immer nicht alle DSGVO-Vorgaben umgesetzt haben. Mittlerweile haben alle Beteiligten ihre Erfahrungen mit dem „neuen“ Datenschutzrecht gemacht, sowohl die verantwortlichen Stellen als auch die betroffenen Personen. Gleiches gilt für die Datenschutzaufsichtsbehörden, die ihrerseits nun wohl in Sachen Geldbußen etwas Fahrt aufnehmen werden. Das zeigt sich nicht zuletzt an einem (innerhalb Deutschlands) einheitlichen Bußgeldkonzept, das Ende 2019 von der Datenschutzkonferenz (DSK), einem Zusammenschluss der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden, vorgelegt wurde. Hinzu kommt eine weitere Überarbeitung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), das diverse Anpassungen an die DSGVO-Vorgaben enthält, teilweise aber auch durchaus größere Einflüsse auf den Alltag von Unternehmen mit sich bringt.

DSK-Bußgeldkonzept

Ein Bußgeld ist zwar nicht die einzig mögliche Sanktion, welche die Aufsichtsbehörden verhängen können, aber wohl die wirksamste. Im Gegensatz zu Unternehmen und Vereinen haben Behörden sowie andere öffentliche Stellen in dieser Hinsicht nichts zu befürchten, weil der deutsche Gesetzgeber mit der Regelung in § 43 Abs. 3 BDSG einen „Linke Tasche, rechte Tasche“-Effekt vermeiden wollte. Erster Adressat für Geldbußen sind folglich Unternehmen, die im Unterschied zu Vereinen primär Geld verdienen (wollen). Folglich richt...

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