© jessica jordan
Frauen in der Tech-Branche

Im Porträt: Jessica Jordan


Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß. Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Windows Developer: Seit wann besteht dein Interesse für die Tech-Branche?

Jessica Jordan: Mein Interesse für Technologie habe ich ziemlich spät entdeckt. Bei uns zu Hause hatte ich erst als Jugendliche Zugang zu einem eigenen Rechner und tatsächlich erst in meiner Studienzeit Zugang zum Internet von zu Hause aus. Meine ältere Schwester hatte schon seit jeher einen guten Draht zur Technik: Sie interessierte sich schon in ihrer frühen Jugend für Computer und Videospiele, gehörte damals in den frühen 90ern zu den ersten Internetusern und hat sich damals ihr eigenes Heimnetzwerk eingerichtet, ihre PCs selbst zusammengeschraubt und geupgradet. Über sie kam ich dann auch schon in meiner Kindheit mit Technologie in Berührung, wenn wir gemeinsam Videospiele gespielt haben oder ich sie beim Basteln an Computern erlebt habe. Auch wenn sich zu diesem Zeitpunkt noch kein starkes Eigeninteresse für Technik bei mir entwickelt hatte, waren diese ersten Erfahrungen prägend für mich, um eine generelle Wertschätzung für Technisches zu entwickeln.

Die Überlegung, der Technologie einen größeren Raum in meinem Leben und in meiner beruflichen Entwicklung einzuräumen, kam dann tatsächlich erst in meinem Hochschulstudium, als ich nach einem bioinformatischen Praktikum erste Einblicke ins Programmieren bekommen habe. Es folgten technische Nebenjobs an meiner Uni, bei denen ich mich zum ersten Mal ernsthaft in der Webentwicklung und der Systemadministration versuchen konnte. Außerdem konnte ich mich bis zu meinem Studium ein wenig als Webentwicklerin beim Editieren meiner MySpace-Profilseite mit HTML/CSS versuchen (wer weiß, ob sich die Leser*innen noch an diese wilden Zeiten des Internets erinnern können).

WD: Wie verlief dein Weg bis zum jetzigen Job?

Jordan: Ich hatte im Laufe meines Lebens viele verschiedene Vorstellungen davon, was ich später einmal gerne berufsmäßig machen will, aber kurz vor meinem Studium lagen meine größten Interessen in der Kunst, der klassischen Philologie und Biologie. Diese Richtungen kamen für mich also als Studienfach in die engere Wahl. Erste Berührungspunkte mit dem Programmieren kamen dann im Masterstudium der Systembiologie. In verschiedenen Nebenjobs an meiner Uni habe ich – ausgehend von diesen ersten Kenntnissen – weitere Erfahrungen im Bereich Webentwicklung und Systemadministration gesammelt. Erst aus diesen Studien- und Arbeitserfahrungen heraus hatte ich zum ersten Mal die Idee, dass ein Job in der IT-Industrie etwas für mich sein könnte. Also habe ich mich nach meinem Studiums parallel für Stellen im biologischen und im informatischen Fachbereich beworben.

Mein erster Job nach der Uni war dann eine technische Rolle mit einem Fokus auf Frontend-Entwicklung und User-Testing. Darauffolgend habe ich mich in verschiedenen anderen Firmen und Forschungseinrichtungen in Europa und den USA technisch weiterentwickeln können und Erfahrungen im Public Speaking auf mehreren Dutzend IT-Konferenzen gesammelt (bspw. auf der International JavaScript Conference). Im Sommer dieses Jahres – nach mehreren Jahren im IT-Consulting – bin ich dann im Team von Honeypot gelandet, um die digitalen Produkt...

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