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Wie Sie Ihrer Windows-8.1-App das Benehmen beibringen

Benimmregeln mit dem Behaviors SDK


Mit Windows 8.1 und Visual Studio 2013 gab es einige Verbesserungen für die Entwicklung von Windows-Store-Apps – Windows Developer hat darüber berichtet. Von vielen unbemerkt erblickte aber auch ein neues SDK das Licht der Welt: das Behaviors SDK. In ähnlicher Form gab es das schon in Silverlight und der WPF, auch dort zu Unrecht mit zu wenig Aufmerksamkeit bedacht. Grund dafür ist möglicherweise die mangelhafte Dokumentation, die MSDN könnte die Funktionalität nicht allgemeiner zum Ausdruck bringen: „… are pieces of packaged code that you can reuse to add interactivity to your apps“ [1].

Welche Probleme löst das Behaviors SDK?

Sehen wir uns drei Szenarien an, in denen das Behaviors SDK Abhilfe schaffen kann. In MVVM werden Commands dazu verwendet, eine Verbindung zwischen dem UI (z. B. einem Button) und dem auszuführenden Code (z. B. dem Laden der Daten) herzustellen. Die Deklaration kann mittels Binding in XAML erfolgen, alles ist wunderbar. Schwierig wird es aber, wenn das Command nicht beim Standard­event (z. B. Click beim Button), sondern bei anderen Events gefeuert werden soll. Was, wenn Sie auf den Doppelklick reagieren möchten? Was, wenn Sie auf mehrere Events mit unterschiedlichen Commands reagieren möchten? Es führte kaum ein Weg an der Code-Behind-Datei vorbei. Das Behaviors SDK löst dieses Problem und geht noch einen Schritt weiter: Auslöser und Aktion sind abstrahiert und damit vielfältig einsetzbar. Als Auslöser kommen nicht nur Events in Frage, sondern auch Werteänderungen können die Ursache sein (damit ist ein Verhalten ähnlich dem aus der WPF bekannten DataTrigger möglich). Als Aktion kann nicht nur ein Command ausgeführt werden, das SDK liefert beispielsweise auch Möglichkeiten zur Page-Navigation, zum Abspielen eines Sounds oder dem Ändern einer Property mit.

Nicht alle Behaviors dienen aber dazu, Aktionen zu triggern: Sie können auch dazu dienen, ein spezifisches Verhalten zu Steuerelementen hinzuzufügen. Als Beispiel sei eine TextBox erwähnt, die den eingegebenen Text automatisch in ein gewünschtes StringFormat umwandelt, sobald der Fokus wechselt.

Geschichte

Das Behaviors SDK hat bereits eine längere Vergangenheit hinter sich, zum ersten Mal tauchte es in Microsoft Expression Blend 3.0 auf. Der ursprüngliche Gedanke war, Designern eine Möglichkeit zu geben, das gewünschte Verhalten der Anwendung konfigurieren zu können: Der Entwickler stellt ein DragAndDropBehavior zur Verfügung, der Designer entscheidet in Expression Blend, wo er d...

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