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Windows Developer
Lens-Apps für Windows Phone 8 entwickeln

Digitale Linse

Nokia lebt seit jeher von der Leistungsfähigkeit seiner Kameras, die berühmt-berüchtigte Partnerschaft mit Zeiss ist auch technisch uninteressierten Personen hinreichend bekannt. Die Kameraapplikation des Betriebssystems wiederum kann durch verschiedene „Lens-Apps“ ergänzt werden.

Tam Hanna


Fotofilterapplikationen sind seit dem enormen Erfolg von Instagram mehr als populär. Viele Benutzer haben zehn oder mehr Kamera-Apps auf ihrem Telefon – eine Situation, die mit Microsofts Vision von Einfachheit und Intuition nicht wirklich kompatibel ist. Windows Phone 8 versucht, diesen Wildwuchs durch einen neuen Applikationstyp einzudämmen. Die Kameraapplikation des Betriebssystems enthält den in Abbildung 1 gezeigten Button (mit zwei entgegengesetzten Pfeilen), der eine Liste so genannter „Lens-Apps“ einblendet. Das Antippen einer der Kacheln sorgt dafür, dass der Sucherbildschirm durch die Linse ersetzt wird.

Abb. 1: Der Lens-Knopf ist prominent platziert

Linse, was ist das?

Nach dem Erscheinen von Windows Phone 8 gingen einige Analysten davon aus, dass Linsen als eine Art Plug-in realisiert werden und sich diskret in den Bilddatenstrom einbinden würden. Dies hat sich in der Retrospektive als falsch erwiesen. Eine gestartete Linse benimmt sich wie eine aus einem Contract heraus gestartete App. Die von Microsoft für die Default-Kamera-App implementierte Pipeline arbeitet zu diesem Zeitpunkt nicht, der Bildschirm wird mit dem als Handler vorgesehenen Formular befüllt.

Fortgeschrittene Linsen ermöglichen das nachträgliche Bearbeiten der mit ihnen aufgenommenen Bilddaten. Eine Rich-Media-fähige Linse meldet sich bei der Bildgalerie an. Ein von ihr erstellter Inhalt wird mit einem zusätzlichen Menüeintrag eingeblendet, der den Start der Applikation ermöglicht. Wenn der Nutzer diese Option anklickt, wird die Applikation abermals mit einem Contract gestartet. Dieser bekommt einen im Rahmen der Erstellung des Fotos zugewiesenen Parameter mit, der die Korrelation zwischen der angeforderten Szene und den im lokalen Ordner der Applikation gespeicherten Daten erlaubt.

Dieser auf den ersten Blick unnötig komplexe Workflow lässt sich am einfachsten anhand eines kleinen Beispiels visualisieren. Ein auf die Erstellung von Text­einblendungen spezialisiertes Programm möchte dem Benutzer das nachträgliche Ändern des Labels ermöglichen. Dazu speichert die App im Isolated Storage das Rohbild und den zuletzt verwendeten Text – in das Fotoalbum des Geräts wandert ein „fertiges“ JPG. Wenn der Benutzer das Label ändern will, klickt er den diesbezüglichen Button in der Bildergalerie an. Windows ­Phone sendet der Applikation daraufhin ein Ereignis zu, das die ID des neu anzulegenden Bilds enthält.

Linsenstruktur

Nach diesen einleitenden Überlegungen ist es nun an der Zeit, mit der ...

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Lens-Apps für Windows Phone 8 entwickeln

Digitale Linse

Nokia lebt seit jeher von der Leistungsfähigkeit seiner Kameras, die berühmt-berüchtigte Partnerschaft mit Zeiss ist auch technisch uninteressierten Personen hinreichend bekannt. Die Kameraapplikation des Betriebssystems wiederum kann durch verschiedene „Lens-Apps“ ergänzt werden.

Tam Hanna


Fotofilterapplikationen sind seit dem enormen Erfolg von Instagram mehr als populär. Viele Benutzer haben zehn oder mehr Kamera-Apps auf ihrem Telefon – eine Situation, die mit Microsofts Vision von Einfachheit und Intuition nicht wirklich kompatibel ist. Windows Phone 8 versucht, diesen Wildwuchs durch einen neuen Applikationstyp einzudämmen. Die Kameraapplikation des Betriebssystems enthält den in Abbildung 1 gezeigten Button (mit zwei entgegengesetzten Pfeilen), der eine Liste so genannter „Lens-Apps“ einblendet. Das Antippen einer der Kacheln sorgt dafür, dass der Sucherbildschirm durch die Linse ersetzt wird.

Abb. 1: Der Lens-Knopf ist prominent platziert

Linse, was ist das?

Nach dem Erscheinen von Windows Phone 8 gingen einige Analysten davon aus, dass Linsen als eine Art Plug-in realisiert werden und sich diskret in den Bilddatenstrom einbinden würden. Dies hat sich in der Retrospektive als falsch erwiesen. Eine gestartete Linse benimmt sich wie eine aus einem Contract heraus gestartete App. Die von Microsoft für die Default-Kamera-App implementierte Pipeline arbeitet zu diesem Zeitpunkt nicht, der Bildschirm wird mit dem als Handler vorgesehenen Formular befüllt.

Fortgeschrittene Linsen ermöglichen das nachträgliche Bearbeiten der mit ihnen aufgenommenen Bilddaten. Eine Rich-Media-fähige Linse meldet sich bei der Bildgalerie an. Ein von ihr erstellter Inhalt wird mit einem zusätzlichen Menüeintrag eingeblendet, der den Start der Applikation ermöglicht. Wenn der Nutzer diese Option anklickt, wird die Applikation abermals mit einem Contract gestartet. Dieser bekommt einen im Rahmen der Erstellung des Fotos zugewiesenen Parameter mit, der die Korrelation zwischen der angeforderten Szene und den im lokalen Ordner der Applikation gespeicherten Daten erlaubt.

Dieser auf den ersten Blick unnötig komplexe Workflow lässt sich am einfachsten anhand eines kleinen Beispiels visualisieren. Ein auf die Erstellung von Text­einblendungen spezialisiertes Programm möchte dem Benutzer das nachträgliche Ändern des Labels ermöglichen. Dazu speichert die App im Isolated Storage das Rohbild und den zuletzt verwendeten Text – in das Fotoalbum des Geräts wandert ein „fertiges“ JPG. Wenn der Benutzer das Label ändern will, klickt er den diesbezüglichen Button in der Bildergalerie an. Windows ­Phone sendet der Applikation daraufhin ein Ereignis zu, das die ID des neu anzulegenden Bilds enthält.

Linsenstruktur

Nach diesen einleitenden Überlegungen ist es nun an der Zeit, mit der ...

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