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Windows Developer
.NET-Anwendungen für den Leap Motion Controller entwickeln

Touch-Anwendungen ohne Touch

Touch-basierte Benutzerschnittstellen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, darüber herrscht wohl breiter Konsens. Ob wir nun Smartphones, Tablets oder Kioskanwendungen wie Bankomaten und Infoscreens als Beispiel hernehmen, die Touch-basierte Interaktion ist das dort vorherrschende Paradigma. In der klassischen Domäne der Desktop-PCs und Notebooks konnte sich dieses Paradigma bislang jedoch noch nicht durchsetzen. Der Leap Motion Controller ist ein Versuch, auch diese letzte Bastion der klassischen Eingabegeräte zu stürmen und sich dort als zusätzliches Interaktionswerkzeug zu etablieren.

Wolfgang Ziegler


Auch wenn sich durch die zunehmende Verbreitung von Windows 8 bei Laptops in letzter Zeit schon ein gewisser Trend in Richtung Touchscreens erkennen lässt, bleibt der klassische Desktop-PC vom Phänomen Touch noch weitestgehend unberührt. Das liegt sicher zum einen daran, dass viele Workflows im Desktopbereich noch für die klassische Benutzerschnittstelle „Maus und Tastatur“ optimiert wurden und diese in vielen Fällen auch schlichtweg die bessere Option darstellt. Zum anderen mag es auch daran liegen, dass es nach wie vor schwierig ist, Touch-Hardware mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Das ist grundsätzlich schade, wird sich in naher Zukunft aber hoffentlich ändern, da Touch-Interfaces auch am Desktop durchaus ihre Berechtigung haben – und sei es nur als zusätzliche Möglichkeit der Benutzerinteraktion. Scrollen und Blättern durch Dokumente und Websites sind perfekte Beispiele für Anwendungsfälle, in denen Touch im Vergleich zu Maus und Tastatur die natürlichere und einfachere Option darstellt. Fakt ist jedoch, dass hier im Moment noch eine Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot herrscht. Genau diesen Bedarf versucht der Leap Mo­tion Controller zu decken.

Touchless Touch

Beim Leap Motion Controller handelt es sich um Hardware in der Größe eines Feuerzeugs, die zum Preis von ca. 80 US-Dollar bestehende Systeme mit Touch-ähnlicher Funktionalität ausstatten soll. Der Controller wird mittels USB-Schnittstelle mit dem PC verbunden und auf dem Schreibtisch direkt vor dem Monitor platziert, um von dort aus die Hände und Finger eines Benutzers tracken zu können. Dazu werden Infrarot-LEDs verwendet, die ein bestimmtes Muster in den Raum projizieren, das wiederum von Infrarotkameras wiedererkannt wird. Dadurch erhalten diese Kameras einen räumlichen Eindruck ihrer Umgebung und können daraus ein dreidimensionales Modell ableiten, das beliebigen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden kann. Ein ähnliches System also, wie es auch bei Microsofts Kinect-Technologie zur Anwendung kommt. Allerdings trackt Leap Motion im Gegensatz zu Kinect nicht den ganzen Körper, sondern lediglich die Hände und Finger eines Benutzers, da der Fokus hier auf der feingranularen Desktopinteraktion liegt.

Der Leap Motion Controller versteht sich dabei aber nicht als vollständiger Ersatz für Tastatur und Maus, sondern lediglich als zusätzliche Eingabekomponente, die es den Benutzern ermöglichen soll, mit ihren PCs und Notebooks auf natürlichere und intuitivere Weise zu int...

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.NET-Anwendungen für den Leap Motion Controller entwickeln

Touch-Anwendungen ohne Touch

Touch-basierte Benutzerschnittstellen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, darüber herrscht wohl breiter Konsens. Ob wir nun Smartphones, Tablets oder Kioskanwendungen wie Bankomaten und Infoscreens als Beispiel hernehmen, die Touch-basierte Interaktion ist das dort vorherrschende Paradigma. In der klassischen Domäne der Desktop-PCs und Notebooks konnte sich dieses Paradigma bislang jedoch noch nicht durchsetzen. Der Leap Motion Controller ist ein Versuch, auch diese letzte Bastion der klassischen Eingabegeräte zu stürmen und sich dort als zusätzliches Interaktionswerkzeug zu etablieren.

Wolfgang Ziegler


Auch wenn sich durch die zunehmende Verbreitung von Windows 8 bei Laptops in letzter Zeit schon ein gewisser Trend in Richtung Touchscreens erkennen lässt, bleibt der klassische Desktop-PC vom Phänomen Touch noch weitestgehend unberührt. Das liegt sicher zum einen daran, dass viele Workflows im Desktopbereich noch für die klassische Benutzerschnittstelle „Maus und Tastatur“ optimiert wurden und diese in vielen Fällen auch schlichtweg die bessere Option darstellt. Zum anderen mag es auch daran liegen, dass es nach wie vor schwierig ist, Touch-Hardware mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Das ist grundsätzlich schade, wird sich in naher Zukunft aber hoffentlich ändern, da Touch-Interfaces auch am Desktop durchaus ihre Berechtigung haben – und sei es nur als zusätzliche Möglichkeit der Benutzerinteraktion. Scrollen und Blättern durch Dokumente und Websites sind perfekte Beispiele für Anwendungsfälle, in denen Touch im Vergleich zu Maus und Tastatur die natürlichere und einfachere Option darstellt. Fakt ist jedoch, dass hier im Moment noch eine Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot herrscht. Genau diesen Bedarf versucht der Leap Mo­tion Controller zu decken.

Touchless Touch

Beim Leap Motion Controller handelt es sich um Hardware in der Größe eines Feuerzeugs, die zum Preis von ca. 80 US-Dollar bestehende Systeme mit Touch-ähnlicher Funktionalität ausstatten soll. Der Controller wird mittels USB-Schnittstelle mit dem PC verbunden und auf dem Schreibtisch direkt vor dem Monitor platziert, um von dort aus die Hände und Finger eines Benutzers tracken zu können. Dazu werden Infrarot-LEDs verwendet, die ein bestimmtes Muster in den Raum projizieren, das wiederum von Infrarotkameras wiedererkannt wird. Dadurch erhalten diese Kameras einen räumlichen Eindruck ihrer Umgebung und können daraus ein dreidimensionales Modell ableiten, das beliebigen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden kann. Ein ähnliches System also, wie es auch bei Microsofts Kinect-Technologie zur Anwendung kommt. Allerdings trackt Leap Motion im Gegensatz zu Kinect nicht den ganzen Körper, sondern lediglich die Hände und Finger eines Benutzers, da der Fokus hier auf der feingranularen Desktopinteraktion liegt.

Der Leap Motion Controller versteht sich dabei aber nicht als vollständiger Ersatz für Tastatur und Maus, sondern lediglich als zusätzliche Eingabekomponente, die es den Benutzern ermöglichen soll, mit ihren PCs und Notebooks auf natürlichere und intuitivere Weise zu int...

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