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Microservices


Microservices sind derzeit hip. Doch sind sie mehr als ein Hype? Wolff beantwortet diese Frage im letzten Kapitel des Buchs klar mit Ja. Doch was sind eigentlich Microservices? Eine neue Form der SOA mit stark verkleinerten Services? Der Autor erwähnt, dass es wohl Personen gibt, für die es keinen Unterschied gebe. Und wer bisher seine Services nach fachlichen Gesichtspunkten getrennt erstellt und in Betrieb gebracht hat, der hat bisher schon ansatzweise das gelebt, was der Autor als Microservices definiert.

Für Wolff jedoch kommt eine SOA meist in Form eines Monolithen daher, der einfach verschiedene Dienste exponiert. Er definiert Microservices als Dienste, die fachlich geschnitten sind, von einem Team betreut und unabhängig voneinander deployt werden. Ihre Größe dagegen spiele eine eher untergeordnete Rolle. Insofern wird bei der Annäherung an das Thema bereits klar, dass es hier nicht um etwas Revolutionäres geht, sondern eher um eine evolutionäre Weiterentwicklung des serviceorientierten Ansatzes.

Microservices müssen also nicht mini sein. Viel entscheidender ist der Bounded Context unter Verzicht auf den horizontalen Schnitt der Anwendung. Ein Microservice kann und sollte nach Meinung des Autors alle Schichten – von der Präsentation bis hinunter zur Persistenz – umfassen, darf aber nicht die eng gesteckten Grenzen einer definierten Fachlichkeit überschreiten. Somit können die einzelnen Services weitgehend unabhängig voneinander und bei Bedarf auch mit unterschiedlichen Techniken entwickelt und betrieben werden. Als Gegensatz dazu sieht der Autor den Deployment-Monolithen, also eine Anwendung oder Sammlung von Services, die gemeinsam installiert werden.

Microservices sind mehr als nur ein paar ausgelagerte Dienste. Da sie auch das User Interface umfassen, können komplexe Anwendungen aus einzelnen Services komponiert werden. Der Autor nennt hier Größenordnungen von 50 bis 100 unabhängigen Komponenten. Damit gehen Fragen nach der Kommunikation der Dienste untereinander einher, nach dem Test des Gesamtsystems, nach Architektur, Ausfallsicherheit oder Monitoring. All diese Fragen beleuchtet der Autor in seinem Buch.

Nachdem er sich so eher theoretisch – aber ohne langweilig zu werden – der Entwicklung, Funktion und dem Betrieb der Dienste angenähert hat, zeigt er in einem der hinteren Kapitel dann auch eine Beispielanwendung auf. Um diese kurz zu halten, ist sie nicht optimal gestaltet. Der Autor weist auf die entsprechenden Schwachstellen sowie dere...

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