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Windows Developer
Warum ein zweiter Blick auf den Nutzen von Pair Programming lohnt

Gemeinsam weniger einsam programmiert

Pair Programming wird bereits in vielen Entwicklungsabteilungen diskutiert, aber bei Weitem nicht überall tatsächlich gelebt. Es gibt vielfältige Vorbehalte und Bedenken, und der erhoffte Nutzen bleibt oftmals eher vage. Mit diesem Artikel wollen wir in einem oft unbeachteten Bereich weitere Nutzenpotenziale aufzeigen, um so die Motivation für Pair Programming zu stärken.

Thomas Trotzki, Thomas Schissler


Entwickler bekommen irgendwann einen Impuls zu Pair Programming, z. B. durch einen Vortrag oder Artikel, und beschließen, das mal auszuprobieren. Die ersten Erlebnisse sind durchaus positiv, die Qualität des Ergebnisses ist höher, man hat anregende Diskussionen und kommt auf gute Lösungen, die einer allein nicht gefunden hätte. Danach wird Pair Programming zwar in Situationen angewandt, in denen der Nutzen offensichtlich ist, aber nicht oft genug, um es zur Routine werden zu lassen. Oftmals schläft Pair Programming dann wieder ein oder wird nur ganz selten genutzt. Schade, denn eigentlich passiert beim Pair Programming im Verborgenen etwas, das ein Team erst wirklich erfolgreich werden lässt. Genau darauf soll der Fokus in diesem Artikel liegen.

Was ist Pair Programming?

Pair Programming bedeutet, dass zwei Entwickler gemeinsam an einem Rechner eine Aufgabe erledigen. Dabei gibt es im Pair zwei Rollen: Der Driver bedient die Tastatur und Maus und versucht, die aktuelle Lösungsstrategie in funktionierenden Code zu überführen. Der Navigator betrachtet die aktuelle Aufgabenstellung aus einer stärker konzeptionell geprägten Perspektive und überprüft gleichzeitig die entstehende Lösung auf konzeptionelle Fehler. Diese werden dann sofort im Dialog zwischen den Pairingpartnern gelöst. Die Rollen sollten im Pair regelmäßig getauscht werden.

Was ist ein gutes Team?

Teams, die Verantwortung übernehmen, sind für jeden Chef ein Wunschbild. Noch besser, wenn alle gemeinsam diese Verantwortung übernehmen und automatisch jemand einspringt, sollte mal ein Teammitglied temporär ausfallen. Aus der Perspektive eines Teammitglieds fühlt es sich gut an, Teil einer Gemeinschaft zu sein, mit anderen gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, an einem Strang zu ziehen und seine Stärken und Neigungen gewinnbringend für die Zielerreichung einbringen zu können.

Idealerweise agiert ein gutes Team folgendermaßen: Das Team entwickelt zunächst ein gemeinsames Problemverständnis. Auf Basis dieses Problemverständnisses können dann von verschiedenen Teammitgliedern aufgrund ihrer unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen Lösungswege vorschlagen werden. In einem konstruktiven Dialog wird aus den verschiedenen Lösungsoptionen eine gemeinsame Lösungsvision entwickelt, die das Team dann gemeinschaftlich umsetzt. Das Team erkennt selbstständig Informations- und Kompetenzlücken und reagiert entsprechend, um diese adäquat zu füllen. Für das Ergebnis fühlt sich jeder im Team verantwortlich, unabhängi...

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Warum ein zweiter Blick auf den Nutzen von Pair Programming lohnt

Gemeinsam weniger einsam programmiert

Pair Programming wird bereits in vielen Entwicklungsabteilungen diskutiert, aber bei Weitem nicht überall tatsächlich gelebt. Es gibt vielfältige Vorbehalte und Bedenken, und der erhoffte Nutzen bleibt oftmals eher vage. Mit diesem Artikel wollen wir in einem oft unbeachteten Bereich weitere Nutzenpotenziale aufzeigen, um so die Motivation für Pair Programming zu stärken.

Thomas Trotzki, Thomas Schissler


Entwickler bekommen irgendwann einen Impuls zu Pair Programming, z. B. durch einen Vortrag oder Artikel, und beschließen, das mal auszuprobieren. Die ersten Erlebnisse sind durchaus positiv, die Qualität des Ergebnisses ist höher, man hat anregende Diskussionen und kommt auf gute Lösungen, die einer allein nicht gefunden hätte. Danach wird Pair Programming zwar in Situationen angewandt, in denen der Nutzen offensichtlich ist, aber nicht oft genug, um es zur Routine werden zu lassen. Oftmals schläft Pair Programming dann wieder ein oder wird nur ganz selten genutzt. Schade, denn eigentlich passiert beim Pair Programming im Verborgenen etwas, das ein Team erst wirklich erfolgreich werden lässt. Genau darauf soll der Fokus in diesem Artikel liegen.

Was ist Pair Programming?

Pair Programming bedeutet, dass zwei Entwickler gemeinsam an einem Rechner eine Aufgabe erledigen. Dabei gibt es im Pair zwei Rollen: Der Driver bedient die Tastatur und Maus und versucht, die aktuelle Lösungsstrategie in funktionierenden Code zu überführen. Der Navigator betrachtet die aktuelle Aufgabenstellung aus einer stärker konzeptionell geprägten Perspektive und überprüft gleichzeitig die entstehende Lösung auf konzeptionelle Fehler. Diese werden dann sofort im Dialog zwischen den Pairingpartnern gelöst. Die Rollen sollten im Pair regelmäßig getauscht werden.

Was ist ein gutes Team?

Teams, die Verantwortung übernehmen, sind für jeden Chef ein Wunschbild. Noch besser, wenn alle gemeinsam diese Verantwortung übernehmen und automatisch jemand einspringt, sollte mal ein Teammitglied temporär ausfallen. Aus der Perspektive eines Teammitglieds fühlt es sich gut an, Teil einer Gemeinschaft zu sein, mit anderen gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, an einem Strang zu ziehen und seine Stärken und Neigungen gewinnbringend für die Zielerreichung einbringen zu können.

Idealerweise agiert ein gutes Team folgendermaßen: Das Team entwickelt zunächst ein gemeinsames Problemverständnis. Auf Basis dieses Problemverständnisses können dann von verschiedenen Teammitgliedern aufgrund ihrer unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen Lösungswege vorschlagen werden. In einem konstruktiven Dialog wird aus den verschiedenen Lösungsoptionen eine gemeinsame Lösungsvision entwickelt, die das Team dann gemeinschaftlich umsetzt. Das Team erkennt selbstständig Informations- und Kompetenzlücken und reagiert entsprechend, um diese adäquat zu füllen. Für das Ergebnis fühlt sich jeder im Team verantwortlich, unabhängi...

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