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Windows Developer
Teil 2: Die Programmiersprache Rust in der Praxis

Rust-ige Entwicklungstools

Nachdem wir uns mit den Grundprinzipien von Rust vertraut gemacht haben, betrachten wir die Sprache und ihre Werkzeuge nun aus einer etwas abstrakteren Perspektive: der Architektur von Rust-Projekten. Welche Möglichkeiten der Modularisierung und Strukturierung stehen uns dabei zur Verfügung, wie ist es um die Testbarkeit und Dokumentation dieser Projekte bestellt und wie erfolgt die Integration mit bestehendem Code?

Wolfgang Ziegler


ArtikelserieTeil 1: Vorgestellt: Die Programmiersprache RustTeil 2: Die Programmiersprache Rust in der Praxis

Im ersten Artikel dieser Serie haben wir uns mit der Programmiersprache Rust vertraut gemacht und ihre grundlegenden Konzepte und Ideen kennengelernt. Als Entwicklungsumgebung haben wir dabei Visual Studio 2015 mit dem Add-in Visual Rust verwendet, ohne uns über die darunterliegende Toolchain großartig Gedanken zu machen. Heute wollen wir jedoch diese oberste Abstraktionsschicht abtragen, um ein besseres Verständnis für die einzelnen Rust-Werkzeuge zu gewinnen. Durch die Entkopplung von einer konkreten Entwicklungsumgebung schaffen wir es auch gleichzeitig, Rust im Sinne seiner Erfinder (nämlich plattformübergreifend) zu verstehen und zu verwenden.

Die Toolchain selbst lässt sich am schnellsten über die offizielle Rust-Website [1] installieren, sofern sie nicht ohnehin schon seit dem vorangegangenem Artikel vorhanden ist. Als Texteditor kommt dieses Mal Visual Studio Code [2] zum Einsatz, was sich in erster Linie aus persönlichen Präferenzen ergibt. Visual Studio Code bietet sich insofern an, als es ebenfalls plattformübergreifend (Windows, Linux, macOS) zur Verfügung steht und in Form eines Add-ins recht passablen Support für Rust-Projekte bietet; andere Editoren sollten aber zu den gleichen Ergebnissen führen. Am einfachsten erhält man das Add-in rls (Rust language support), indem man eine Rust-Datei (.rs) in Visual Studio Code öffnet oder anlegt. Das entsprechende Add-in wird dann automatisch zur Installation vorgeschlagen (Abb. 1).

Abb. 1: Das Rust-Add-in rls für Visual Studio Code

Handarbeit

Wie bereits angekündigt, wollen wir uns jedoch weniger auf die Features von Entwicklungsumgebungen, Add-ins und Texteditoren verlassen, sondern „eigenhändig“ mit der Rust Toolchain zu experimentieren beginnen. Zu diesem Zweck erstellen wir erneut eine „Hello World!“-Anwendung, indem wir den Text aus Listing 1 in die Datei main.rs kopieren. Anschließend rufen wir den Rust-Compiler rustc in der Kommandozeile auf:

> rustc main.rs

Als Ergebnis sollten wir die Datei main.exe erhalten, deren Aufruf auch die gewünschte Ausgabe liefert. So weit, so einfach:

> main.exeHello, World!

Auch für die folgenden kurzen Codebeispiele wird es ausreichend sein (sofern nicht explizit anders erwähnt), die Datei main.rs händisch zu kompilieren und main.exe anschließend auszuführen.

Modularisierung

Bisher fanden sämtliche unserer Gehversuche in Rust in einer einzigen Datei statt. Da das ...

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Teil 2: Die Programmiersprache Rust in der Praxis

Rust-ige Entwicklungstools

Nachdem wir uns mit den Grundprinzipien von Rust vertraut gemacht haben, betrachten wir die Sprache und ihre Werkzeuge nun aus einer etwas abstrakteren Perspektive: der Architektur von Rust-Projekten. Welche Möglichkeiten der Modularisierung und Strukturierung stehen uns dabei zur Verfügung, wie ist es um die Testbarkeit und Dokumentation dieser Projekte bestellt und wie erfolgt die Integration mit bestehendem Code?

Wolfgang Ziegler


ArtikelserieTeil 1: Vorgestellt: Die Programmiersprache RustTeil 2: Die Programmiersprache Rust in der Praxis

Im ersten Artikel dieser Serie haben wir uns mit der Programmiersprache Rust vertraut gemacht und ihre grundlegenden Konzepte und Ideen kennengelernt. Als Entwicklungsumgebung haben wir dabei Visual Studio 2015 mit dem Add-in Visual Rust verwendet, ohne uns über die darunterliegende Toolchain großartig Gedanken zu machen. Heute wollen wir jedoch diese oberste Abstraktionsschicht abtragen, um ein besseres Verständnis für die einzelnen Rust-Werkzeuge zu gewinnen. Durch die Entkopplung von einer konkreten Entwicklungsumgebung schaffen wir es auch gleichzeitig, Rust im Sinne seiner Erfinder (nämlich plattformübergreifend) zu verstehen und zu verwenden.

Die Toolchain selbst lässt sich am schnellsten über die offizielle Rust-Website [1] installieren, sofern sie nicht ohnehin schon seit dem vorangegangenem Artikel vorhanden ist. Als Texteditor kommt dieses Mal Visual Studio Code [2] zum Einsatz, was sich in erster Linie aus persönlichen Präferenzen ergibt. Visual Studio Code bietet sich insofern an, als es ebenfalls plattformübergreifend (Windows, Linux, macOS) zur Verfügung steht und in Form eines Add-ins recht passablen Support für Rust-Projekte bietet; andere Editoren sollten aber zu den gleichen Ergebnissen führen. Am einfachsten erhält man das Add-in rls (Rust language support), indem man eine Rust-Datei (.rs) in Visual Studio Code öffnet oder anlegt. Das entsprechende Add-in wird dann automatisch zur Installation vorgeschlagen (Abb. 1).

Abb. 1: Das Rust-Add-in rls für Visual Studio Code

Handarbeit

Wie bereits angekündigt, wollen wir uns jedoch weniger auf die Features von Entwicklungsumgebungen, Add-ins und Texteditoren verlassen, sondern „eigenhändig“ mit der Rust Toolchain zu experimentieren beginnen. Zu diesem Zweck erstellen wir erneut eine „Hello World!“-Anwendung, indem wir den Text aus Listing 1 in die Datei main.rs kopieren. Anschließend rufen wir den Rust-Compiler rustc in der Kommandozeile auf:

> rustc main.rs

Als Ergebnis sollten wir die Datei main.exe erhalten, deren Aufruf auch die gewünschte Ausgabe liefert. So weit, so einfach:

> main.exeHello, World!

Auch für die folgenden kurzen Codebeispiele wird es ausreichend sein (sofern nicht explizit anders erwähnt), die Datei main.rs händisch zu kompilieren und main.exe anschließend auszuführen.

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Bisher fanden sämtliche unserer Gehversuche in Rust in einer einzigen Datei statt. Da das ...

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