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Microsoft PowerApps - eine Einführung

Kolumne: SharePoint ganz praktisch


Seine PowerApps stellte Microsoft bereits Ende 2015 vor. Die Technologie dahinter wurde seither stetig weiterentwickelt, die Möglichkeiten wurden erweitert. In der ersten Version wurden die PowerApps als sogenannte Canvas Apps realisiert. Schon damals stand der „Non Code“-Ansatz im Vordergrund: Normale Benutzer sollten Anwendungen erstellen können, ohne eine einzige Zeile Code in einer der üblichen Programmiersprachen – wie C# – schreiben zu müssen. Die Apps basieren auf einem Canvas (Leinwand), auf dem unterschiedlichste Elemente – Schaltflächen, Eingabefelder, Auswahllisten und viele andere – positioniert werden können. Benötigte Logik wird einer PowerApp über Excel-ähnliche Ausdrücke hinzugefügt statt mit Code.

Üblicherweise werden mit einer PowerApp Daten verarbeitet, die ihr zunächst verfügbar gemacht werden müssen. Für den Zugriff auf Daten kommen dabei (Daten-)Konnektoren zum Einsatz. Um auf Daten lesend und schreibend zugreifen zu können, stehen für verschiedene Datenquellen spezielle Konnektoren zur Verfügung. Die rein Canvas-basierten Apps eignen sich sehr gut, um pixelgenaue Apps zu bauen, stoßen aber bei Anforderungen im Enterprise-Umfeld an ihre Grenzen. Apps in diesem Bereich basieren meist auf einer Vielzahl von Daten und unterschiedlichen Eingabemasken.

Diese Schwäche wurde schnell erkannt und es wurde nach Lösungen gesucht. Zeitgleich gab es im Dynamic-365-Umfeld den xRM-Ansatz. Dieser ermöglichte die schnelle Umsetzung von Oberflächen, basierend auf einem (Daten-)Modell. Microsoft hat sich im März 2018 entschlossen, beide Technologien zu einer Plattform zu vereinen.

Eine einzige Plattform

In der ersten Phase wurden die verschiedenen Designer für die Realisierung der PowerApps neu konzeptioniert bzw. vereinheitlicht. Durch die Reduzierung der verfügbaren und benötigten Designer sollte die Lernkurve für die Umsetzung von PowerApps abgeflacht werden. Am Ende dieses Optimierungsprozesses blieben lediglich der View- und der Form-Designer übrig.

Zusammenfassend kann man die PowerApps heute folgendermaßen charakterisieren: Die Umgebung beinhaltet Dienste, Konnektoren sowie eine Datenplattform und stellt eine Infrastruktur für die schnelle Entwicklung individueller Geschäftsanwendungen zur Verfügung. Dabei können die Daten entweder auf der zugrunde liegenden Datenplattform (Common Data Service) oder in verschiedenen onlinebasierten bzw. lokalen Datenquellen (SharePoint, Excel, Office 365, Dynamics 365, SQL Server usw.) liegen. Zudem können mit P...

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