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Teil 5: Die Desktopanwendung für alle Systeme im Praxiseinsatz

Überall zu Hause


Für die Cross-Plattform-Programmierung von Desktopapplikationen stehen verschiedene Technologien zur Verfügung. Um den besten Ansatz für das eigene Projekt auszuwählen, müssen technische Unterschiede, gegebene Voraussetzungen, vorhandener Quellcode und die Ziele der Entwicklung betrachtet werden. Auf jeden Fall sollte man vor einer Entscheidung den einen oder anderen Ansatz an einem Praxisbeispiel erproben.

Unsere Serie zur Cross-Plattform-Programmierung geht in die letzte Runde. Nach einem allgemeinen Überblick im ersten Teil ging es um die Entwicklung von Apps für die mobilen Systeme iOS und Android in Theorie und Praxis (Teil 2 und 3). In Teil 4 war der Desktop das Ziel. Das ist auch diesmal der Fall – mit Beispielen für die Praxis.

Folgende Technologien hatten wir uns in Teil 4 angesehen:

  • Java, gewissermaßen der Industriestandard mit unterschiedlichen Bibliotheken für die grafischen Benutzeroberflächen (AWT, Swing und JavaFX)

  • .NET Core als plattformübergreifender Ansatz. Derzeit befinden sich die User-Interface-Technologien WinForms, WPF und UWP in der Portierung für Windows-Systeme; für andere Betriebssysteme muss man auf Bibliotheken von Drittanbietern zurückgreifen

  • RAD Studio mit Delphi bzw. C++ Builder und dem Grafik-Framework FireMonkey für native Applikationen für Windows, macOS und Linux

  • Qt als unabhängiges Framework zur plattformübergreifenden Programmierung des User Interface

  • Electron und NW.js zur Portierung von Webapplikationen auf den Desktop

All diese Ansätze sind ausgereift und eignen sich (mit Ausnahme der UI-Technologie von .NET Core) dafür, moderne Desktopapplikationen für die Zielsysteme Windows, macOS und Linux zu erstellen. Welchen man letztlich nutzen sollte, hängt von mehreren Faktoren ab. Darunter:

  • Native Applikation: In diesem Fall muss man einen Ansatz wählen, der bereits zur Designzeit die plattformspezifischen ausführbaren Dateien mit Hilfe eines Compilers generiert. Hier bieten sich zum Beispiel Delphi oder der C++ Builder an. ...

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