Windows Developer - 07.2016 - Die Welt der Chatbots


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juni 2016

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Tam Hanna, Annette Heidi Bosbach, Manfred Steyer, Manuel Rauber, Rainer Stropek, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Oliver Sturm, Roman Schacherl, Christoph van der Fecht, Mario Fraiß, Scarlett Winter, Julia Schmidt, Oliver Dzaeck, Felix Reisch, Carsten Eilers, Daniel Murrmann, Holger Schwichtenberg, Gregor Biswanger

auf der Build-Konferenz 2016 hat Microsofts CEO Satya Nadella Anfang des Jahres das Hohelied der künstlichen Intelligenz gesungen und mit der Aussage „Bots sind die neuen Apps“ das Ende der Apps, wie wir sie kennen, ausgerufen. Zurück blieb das ein oder andere überraschte Gesicht in der Entwicklergemeinde, denn das ausgerechnet dialogorientierte Chatbots den Weg in die KI-Zukunft des Unternehmens ebnen sollen, damit hätte sicherlich keiner gerechnet. Seither sind einige Monate vergangen und die AI-Systeme mittlerweile in aller Munde. Schließlich schläft auch die Konkurrenz auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz nicht: Facebook investiert zunehmend in entsprechende Programme, Siri-Schöpfer Dag Kittlaus lieferte mit Viv jüngst einen neuen Sprachassistenten nach und selbst Amazon hat mit DSSTNE still und leise das Feld der quelloffenen Deep-Learning-Software betreten. Microsoft rät der Entwicklercommunity also nicht zu Unrecht, künftig verstärkt auf KI-Plattformen zu setzen und geht mit gutem Beispiel voran. Um die Forschungen in Richtung künstliche Intelligenz und Machine Learning zu vertiefen, hat der Softwarekonzern intern eine Reihe von Teams mit entsprechenden Projekten betraut. So zum Beispiel das Microsoft-Research-Team, das unter anderem an der Entwicklung des KI-Diensts Project Oxford beteiligt ist, und das Bing-Team, das eine Liste von bereits verfügbaren Bots erstellen und die Absichten und Wünsche von Nutzern untersuchen soll.

Microsofts Vision der Chatbot-Zukunft

Für die Zukunft plant Microsoft, eine Reihe von Bots an den Start zu bringen, die mit Nutzern interagieren wie ein echter Mensch. Im Mittelpunkt der neuen Strategie steht Cortana. Microsofts digitaler Sprachassistent soll als Vermittler zwischen dem Nutzer und den neuen Bots dienen und unter anderem in Skype integriert werden. Aus der Chat-App heraus soll es dann zum Beispiel möglich sein, per Sprachbefehl Termine anzulegen. Das ist aber nur der Anfang; geht es nach Nadella, herrscht in Zukunft ein angeregtes Plaudern zwischen Nutzern, digitalen Assistenten und den Bots – und das sowohl im virtuellen als auch im realen Lebensraum von Anwendern.

Damit Microsofts Vision von einer Chatbot-Zukunft Gestalt annehmen kann, braucht es natürlich das passende Werkzeug. Das hat der Softwarekonzern in Form des neuen Bot Frameworks bereits geliefert, das es für Sie als Entwickler möglichst leicht machen soll, eigene Bots zu schreiben. Aktuell liegt das Framework in der Preview vor, die finale Veröffentlichung ist für Ende 2016 angekündigt.

In dieser Ausgabe des Windows Developer Magazins werfen Roman Schacherl und Daniel Sklenitzka einen ersten Blick auf das Framework und geben Antworten auf die Fragen: Was steckt dahinter?, Wo hilft das Framework? und: Wozu eigentlich? Aber natürlich hält die Ausgabe noch viele weitere spannende Themen bereit. Einen Anflug von Nostalgie gibt es zum Beispiel im Artikel „K.I.T.T. hol mich hier raus“ (S. 56), in dem Oliver Dzaeck und Felix Reisch zeigen, wie Michael Knight mithilfe des Microsoft Band und des Raspberry Pi wohl heute mit K.I.T.T. kommunizieren könnte.

Übrigens, wenn Sie bereits einen eigenen Bot erstellt haben, kann er sich gerne einmal bei uns melden und erzählen, was er kann!

winter_scarlett_sw.tif_fmt1.jpgScarlett Winter, Redakteur

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