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Im Porträt: Laura Fink, Head of Data Science, Micromata

Frauen in der Tech-Branche


Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß.

Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Diesmal zu Gast: Laura Fink, Head of Data Science bei Micromata.

Windows Developer: Was hat dein Interesse für die Tech-Branche geweckt?

Laura Fink: Mein Interesse an Technik und Informatik entstand erst sehr spät, während der Abschlussphase meines Physikstudiums – genauer gesagt, im biophysikalischen Labor. Ich fand es unglaublich spannend, wie aus all den zum Teil von Studenten selbst zusammengebauten Geräten, mathematischen Modellen und eigens geschriebener Software naturwissenschaftliche Probleme gelöst und Fragestellungen beantwortet werden konnten. Mir ist damals das erste Mal richtig bewusst geworden, wie komplex und kreativ die Arbeit mit Daten und Technik sein kann.

In meiner Schulzeit habe ich mich hauptsächlich für Mathe, Physik und Biologie interessiert. Obwohl wir in der Informatik-AG auch erste Schritte im Programmieren gemacht haben, fand ich es furchtbar langweilig. Nach dem Abitur wollte ich eigentlich Medizin studieren, doch als ich keinen Studienplatz bekommen habe, entschied ich mich dafür, Lehrerin für die Fächerkombination Biologie und Physik zu werden.

Während des Bachelorstudiums merkte ich jedoch, dass mein Interesse an den Naturwissenschaften viel tiefgehender ist, und ich hatte Sorge, dass mir die Arbeit als Lehrerin auf Dauer keinen Spaß machen könnte. Aus dem Grund wagte ich den Sprung ins kalte Wasser und entschied mich für ein Physikstudium.

Im Laufe meines Masterstudiums bin ich dann zunehmend durch Kurse und durch meine Abschlussarbeit in Kontakt mit Machine Learning gekommen – und wusste sofort, dass das in Zukunft auch in Deutschland ein wichtiges Thema sein wird. Nach dem Abschluss war es jedoch schwierig, einen Job als Data Scientist zu finden. Die Bezeichnung gab es soweit ich weiß noch gar nicht. Deshalb bin ich zunächst in der Softwareentwicklung gelandet.

WD: Gibt es Vorbilder oder Personen, die dich unterstützt haben?

Fink: In erster Linie haben meine Eltern immer meine Neugier unterstützt und mir nie den Eindruck gegeben, ich könnte etwas nicht, nur weil ich ein Mädchen bzw. jetzt eine Frau bin. Hinzu kommt, dass mein S...

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