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Teil 1: Desktop-Apps mit WinUI 3

Modernes WinUI für den Windows-Desktop


Mit Windows 10 hat Microsoft die Universal-Windows-Platform-(UWP-)Apps eingeführt. Diese Apps lassen sich wie WPF-Anwendungen mit XAML und C# entwickeln. Dabei ist das genutzte UI Framework Teil von Windows 10. Und genau dieses UI Framework wird von Windows 10 entkoppelt und als WinUI 3.0 bereitgestellt. Dieser Artikel ist der Start einer Serie zu WinUI. Er gibt einen groben Überblick der Desktop-UI-Frameworks von Windows Forms über die WPF bis hin zu WinUI und geht dabei näher auf WinUI ein.

Hat man sich heute zum Entwickeln einer Windows-Desktopanwendung mit C# entschieden, so steht man vor der Qual der Wahl: Windows Forms, WPF, UWP, WinUI? Manche Entwickler schwelgen gerne in Erinnerungen und denken zurück an das Jahr 2002. Damals kam die erste Version des .NET Frameworks heraus. Zum Entwickeln einer Windows-Desktopanwendung mit C# musste man nicht lange über das zu verwendende UI Framework nachdenken, denn es gab nur eine Antwort: Windows Forms.

Windows Forms

Windows Forms (WinForms) ist das UI Framework, das seit dem .NET Framework 1.0 zur Verfügung steht. Es erlaubt eine recht produktive Entwicklung, da es in Visual Studio eine sehr gute Designer-Unterstützung bietet. Controls lassen sich aus der Toolbox auf die Oberfläche ziehen und anordnen. Ruckzuck ist eine Oberfläche fertiggestellt. Diese extrem hohe Produktivität macht Windows Forms auch heute noch zu einem sehr beliebten UI Framework.

Unter der Haube baut Windows Forms auf dem Graphical Device Interface (GDI+) auf, das Teil der Win32-Schnittstelle von Windows ist. Darüber zeichnet Windows Forms die Ausgabe auf den Bildschirm.

Der große Nachteil von Windows Forms ist, dass sich die Benutzeroberfläche nur in C# definieren lässt. Seit dem 2005 erschienenen .NET Framework 2.0 und den damit eingeführten partiellen Klassendefinitionen wird der UI-spezifische, vom Designer generierte Code in einer eigenen designer.cs-Datei erstellt. Vor dem .NET Framework 2.0 wurde der generierte Code mit einer #region-Direk...

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