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Buchtipp

Learn WinUI 3.0


Die Welt der GUI-Entwicklung für Windows ist – frei nach dem legendären Disney-Klassiker – „a Mess“. Mit dem – treffenderweise Project Reunion genannten – Vereinigungsversuch entstandenen WinUI steht ein GUI-Stack zur Verfügung, der einerseits die Fehler der Vergangenheit vergessen zu machen sucht und andererseits als einende Plattform für die immer diverser werdende Microsoft-Technologielandschaft vorgesehen ist.

XAML-Hasser dürften sich bei der Vorstellung von WinUI nicht zu sehr freuen, denn die einst mit .NET eingeführte und auch heute noch nicht unbedingt beliebte GUI-Beschreibungssprache ist auch in der Welt von WinUI integraler Bestandteil der GUI-Entwicklung. In „Learn WinUI 3.0“ beginnt Alvin Ashcraft mit einem historischen Rückblick auf die Geschichte modernerer Microsoft-Versuche im Bereich des GUI-Designs, um danach Grundlagen wie MVVM-Programmierung und die Arbeit mit XAML im Allgemeinen – aber schon hier unter Fokus auf den WinUI-Dialekt – detailliert vorzustellen. Der erste Teil zeigt keine Angst vor Details. Er bespricht fortgeschrittene Steuerelemente wie die ParallaxView und sogar den Animationsplayer Lottie, geht aber auch auf die Nutzung von MVVM im Datenzugriff gegen eine SQLite-Datenbank vor.

Um die auf gut 170 Seiten erfolgenden und durch die Bank angenehm lesbaren Ausführungen weiter zu motivieren, realisiert der Autor eine kleine Datenbankapplikation, die in jedem Kapitel neue Tricks lernt.

Änderungen an der Microsoft-Programmierlandschaft sind besonders haarig, da das Microsoft-Programmiersystem als Ganzes als Paradebeispiel für ein „reifes“ Ökosystem gilt. Führt man eine Änderung durch, so riskiert man Instabilität. Der zweite Sektor des Buches wendet sich der Frage zu, wie man WinUI in vorhandene Produkte einbinden kann. Besonders interessant sind dabei die Überlegungen zur Arbeit mit XAML Islands, einem Containerformat, das XAML-Bäume in Steuerelemente verpackt, die man danach wie ein gewöhnliches Widget in vorhandene Applikationen einbindet. In diesem Bereich finden sich auch – da der Packt-Verlag im .NET-Bereich traditionell sehr stark ist – Überlegungen zur Ausnutzung von .NET 5, dem Fluent Design und der Nutzung der Erweiterungen, die im Windows Community Toolkit zwecks einfacherer Wartbarkeit und Aktualisierung ausgelagert wurden.

Der dritte und letzte Sektor kümmert sich darum, wie man eine auf WinUI basierende Applikation in den produktiven Einsatz überführt. Neben der Nutzung fortgeschrittener, in Visual Studio integrierter...

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