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Azure Cognitive Services als Übersetzungszentrale

Mehrsprachige Pushnachrichten


Die Azure-Dienste Cognitive Services, Logic App und Notification Hub können als Übersetzungs- und Schaltzentrale für Pushnachrichten genutzt werden. Diese können auf Windows-10-Geräten als Pop-up-Nachricht und im Notification Center empfangen werden. Als Fallbeispiel schauen wir uns ein internationales Projektteam an, das Updates zum Projektfortschritt ohne Sprachbarriere verteilt, umgesetzt als Low-Code-Lösung.

Die Möglichkeiten im Microsoft-Ökosystem sind durch Azure gewachsen – auch weil die Cloud-Dienste nicht nur untereinander, sondern auch mit lokalen Geräten kompatibel sein müssen. Ein prominentes Beispiel ist Microsofts Azure Backup [1]. Azure Backup ist sozusagen das Cloud-Äquivalent des Azubis, der im Serverraum das Bandlaufwerk wechselt, damit die Back-ups der Woche gesichert sind. Technisch verbindet Azure Backup einen Server im Rechenzentrum mit einem Back-up-Dienst, der Sicherungen Cloud-gestützt vornimmt. Aber nicht nur Serversysteme profitieren von den neuen Möglichkeiten, die Azure bietet. Auch für den Endanwender bietet Azure Werkzeuge an, die den Alltag einfacher und komfortabler machen können. Dieser Artikel beschreibt, wie sich Sprachbarrieren dank der Microsoft Cognitive Services abbauen lassen, und wie Informationen durch den Notification Hub zielgruppengerecht verteilt werden können – mit nur wenigen Zeilen Quellcode.

Cloud-Lösung oder Rechenzentrum?

Firmen mit mehreren Standorten – besonders international – setzen nicht selten auf eine Netzwerkarchitektur, die mittels VPN ein großes Netzwerk ermöglicht. Wenn alle Netzwerkteilnehmer schon im selben Netzwerk sind und eine Information von Nutzer zu Nutzer übertragen werden soll, wozu wird dann zusätzlich eine Cloud gebraucht? Der Grund liegt nicht in der Konnektivität, sondern in den Diensten, die die Cloud beisteuert. Dienste wie Azure Cognitive Services sind konstant weiterentwickelte und lernende Systeme, die sich nur mit viel Aufwand im eigenen Rechenzentrum abbilden ließen. Als zentrale Steuereinheit bietet Microsoft zudem Logic Apps. Das sind Cloud-gehostete Workflows, die mit vielen Diensten in der eigenen Cloud, aber auch mit Drittherstellersystemen verbunden werden können [2]. Dank der Site2Site-VPN-Möglichkeit lässt sich die Azure-Cloud dabei genauso ins eigene Netzwerk einbinden, als handele es sich um ein weiteres eigenes Rechenzentrum [3].

Fallbeispiel „Projektfortschritt international“

Im Folgenden wird anhand eines Praxisbeispiels erklärt, wie die Dienste untereinander verbunden werden können, um von einer Information in beliebiger Sprache zu einer lokalisierten Pushnachricht zu führen.

Als Vorlage dient ein internationales Projektteam, das Teammitglieder in einem Büro in Brasilien und in einem Werk in Münster hat. Fortschritte im Projekt sollen automatisch übersetzt und an alle Teammitglieder geschickt werden. Die Mitglieder werden per Notification Center in ihrer eigenen Sprache über Neuerungen informiert. Die Quelle der Information kann dabei ein Warenwirtschaftssystem, der Azure Service Bus oder schlicht eine E-Mail in beliebiger Sprache sein. Abbildung 1 zeigt die Struktur und den Informationsfluss.

caasen_pushnachrichten_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Architekturübersicht Azure und Windows 10

Benötigte Ressourcen

In Microsoft Azure werden die in Tabelle 1 gezeigten Dienste benötigt.

Dienst

Beschreibung

Logic Apps

nimmt Anfragen aus Quellsystemen entgegen, koordiniert die Übersetzung und die Zustellung an Clientsysteme

Cognitive Services

übersetzt...

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