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Kolumne: Olis bunte Welt der IT

Wer den Lautsprecher mit dem Gesicht zur Wand stellt ... oder: richtig schnelle Webanwendungen mit Svelte


Zum Einstieg eine Anekdote. Wer mich schon länger kennt, wird sich eventuell an mein Hobby, die Musik, erinnern. Dabei geht es für mich nur zum Teil um das Machen von Musik – ein Thema, das mich durchaus interessiert, mit dem ich allerdings selbst nie viel Zeit verbracht habe. Stattdessen höre ich gern Musik, natürlich live, aber auch daheim. Das Hobby heißt „HiFi“. Nun bin ich nicht einer dieser Fanatiker, die sich für zigtausend Taler einzelne Kabel kaufen, aus dem Schweiß afrikanischer Ameisen geblasen ... für mich begann dieses Hobby recht früh, im Alter von vielleicht 19 oder 20 Jahren, da war natürlich nicht viel Geld verfügbar.

Damals hatte ich einen Bekannten, dem ich einen Satz Lautsprecher abkaufte. Die hatte er selbst gebaut, und glücklicherweise stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass der Mann tatsächlich viel von der Materie verstand. An meiner Vincent-Röhrenendstufe klangen die Lautsprecher damals super, und sie wurden noch mehrere Male ausgebaut, mit externen Weichen versehen und mit externen Basseinheiten – nicht ganz wie Subwoofer im Heimkino, aber so ähnlich.

Nun habe ich diese Lautsprecher seit damals in neun unterschiedlichen Wohnungen und Häusern betrieben. Auch heute klingen sie noch fantastisch, mittlerweile an einem ASR-Verstärker. Allerdings war ich in meinem aktuellen Raum nie richtig zufrieden damit, weil leider im Bassbereich etwas fehlte, was in erster Linie an der Akustik liegt. Der Raum hier ist relativ klein, was für Bass nicht gut ist, und hat außerdem recht große Fenster, die unangenehm reflektieren. Das wusste ich, aber ändern lässt sich das nicht so einfach. Daher entschloss ich mich, mal richtig zu messen.

sturm_kolumne_svelte_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Blau vorher, orange nachher – deutliche Verbesserungen zwischen 50 und 150 Hz

Systematisch messen hilft

Für diesen Zweck gibt es hervorragende freie Software: REW, den Room EQ Wizard [1]. Man braucht möglichst ein Messmikrofon, und dann kann es losgehen. Der Computer spielt über die HiFi-Anlage Messtöne ab und nimmt das Resultat im Raum gleichzeitig mit dem Mikrofon wieder auf. Nach etwas mathematischer Bearbeitung ergeben sich daraus verschiedene Diagramme, aus denen sich das Verhalten des Raums bei verschiedenen Frequenzen ablesen lässt. Wie erwartet, gab es in meinem Raum gleich Probleme, da in mehreren Bassfrequenzbereichen aufgrund der Reflexionen tiefe Täler im Frequenzgang zu sehen waren. In Abbildung 1 ist das die blaue Kurve.

Unerwartet war hingegen die teilweise Lösung, die ich nach einigen Tests fand. Ich lötete temporär eine Verlängerung an meine schönen Esoteric-Audiokabel und schob die Basseinheiten im Zimmer umher, bis ich endlich zu der orangenen Kurve im Bild gelangte. Ergebnis: beste Resultate, wenn die Basslautsprecher schräg vor den Wänden stehen, mit sehr geringem Abstand. Abbildung 2 zeigt eine Seite des Aufbaus – der Hut ist nicht Teil des Konzepts! Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich die beste Akustik im Raum erzeugen könnte, indem ich meine Lautsprecher mit der Membranseite vor die Wand stelle, hätte ich diese Person wohl für verrückt erklärt.

sturm_kolumne_svelte_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: Basseinheit mit dem Gesicht direkt vor der Wand

Lange Rede ... mit der ich euch hoffentlich nicht zu sehr gelangweilt habe. Ich fand diese...

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