Windows Developer - 08.2013 - Richtig testen


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juli 2013

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Tam Hanna, Torsten Kühn, Michael Müller, Jussi Mori, Gregor Biswanger, Kevin Gerndt, Corinna Kern, Yasmine Limberger, Daniel Leibold, Christoph Molenda, Wolfgang Ziegler, Peter Brack, Marc André Zhou, Nico Orschel, Holger Schwichtenberg, Veikko Krypczyk

Liebe Leserin, lieber Leser,

der 10. Juni 2013 sollte sowohl den Mitarbeitern im Hause Microsoft als auch Ihnen als Windows-, Windows-8- und Windows-Phone-Entwickler ein kleines Lächeln beschert haben.

Apple stellte im Rahmen der Apple Worldwide Developers Conference (WWDC) iOS 7 vor. Alle Jahre wieder gibt es diese Events, bei denen Apple seine technologischen Innovationen zur Schau stellt; natürlich nicht, ohne sich dabei ordentlich selbst zu beweihräuchern. Und wieso auch nicht: Die Absatzzahlen geben dem Obst-Konzern seit 2007 Recht. Seien es nun Siri, Retina oder wie sie alle heißen – man konnte Apple bisher nun wirklich kaum vorwerfen, dass ein neues Gerät oder Betriebssystem nicht mit ausgefeilter Hardware und Features daher kam. Selbst die Tatsache, dass Google mit Android in den letzten Jahren viele User abwarb, konnte die allgemeine Unantastbarkeit Apples nicht mindern. In Redmond und bei all jenen, die mit Microsoft-Technologie ihr Geld verdienen, war so eine Apple-Preview bisher also sicherlich kein Jubeltag – bis eben zu besagtem 10. Juni. Was also war an jenem Tag anders als sonst, wenn König Apple seinen Hofstaat um sich schart?

iOS 7 wurde einem ordentlichen Frühjahrsputz unterzogen; hinzugefügt wurden diverse „neue“ Features. Neu sind sie aber nur bei Apple; in anderen Betriebssystemen hingegen längst Standard. Viele fragen sich daher, wieso das überhaupt so lange gedauert hat. Und hier zeichnet sich nun ab, dass Cupertino eben doch keine Insel ist, die sich vom Rest der (technologischen) Welt abschotten könnte – auch wenn das viele Jahre gerne so hingestellt wurde. Anfänglich möchte man da die Stirn runzeln; denn schließlich gilt Apple seit Jahren als Trendsetter. Nach der Vorstellung von iOS 7 wird nun erstmals deutlich, dass man auch bei Apple offensichtlich nur mit Wasser kocht, und das lässt die Konkurrenz ein wenig aufatmen. Die größte Aufmerksamkeit dürfte in Redmond aber das neue UI-Design erregt haben: Apple deutet mit iOS 7 ein Umdenken an und wird seinem Skeuomorphic-Design stellenweise untreu. Stattdessen sieht man nun vermehrt Flat-Design – eine UI-Linie, der sich Microsoft mit Windows Phone und Windows 8 bereits vollkommen verschrieben hat. Doch Windows 8 und Windows Phone hatten es seit ihrer Einführung schwer und wurden von der breiten Masse wenig angenommen. Für das UI-Design hagelte es immer wieder Kritik. Aber nun, da sich Apple ebenfalls zu diesem Stil bekennt, könnte sich Microsofts Reputation deutlich verbessern. User lassen sich nach wie vor stark von Apple prägen, wenn es darum geht, was modern und angesagt ist. Freuen wir uns, dass Microsofts Design nun also offiziell dazugehört und seien wir gespannt, welche Optionen das den Redmondern in Zukunft bringen könnte.

Corinna KernCorinna Kern, Redakteurin

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