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Kolumne: Karrieretipps

Motivation gleich null - wie der Mitarbeiter-Lifecycle mit der Leistung zusammenhängt


Man kommt sich vor wie in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Tag ein, Tag aus klingelt morgens der Wecker und man hat so gar keine Lust, aufzustehen. Im Büro erwartet einen der ganz normale Wahnsinn. Seit Monaten hängt man am gleichen Thema und ärgert sich über die gleichen Dinge. Die Motivation ist auf dem Nullpunkt. Ein neuer Impuls muss her. Wenn es Ihnen ähnlich geht, könnte das ganz einfach am Mitarbeiter-Lifecycle liegen. Und es stellt sich daher die Frage: Wo stehe ich und wie komme ich da wieder heraus?

In der Personalentwicklung werden die Instrumente in engem Bezug zum Mitarbeiter-Lifecycle definiert und eingesetzt. Aber was heißt das in der Praxis? Die Motivations- und Leistungsbereitschaft eines Mitarbeiters hängt stark davon ab, wie lange er/sie schon beruflich bei einem Arbeitgeber tätig ist. Man unterteilt die Leistungskurve dabei in fünf Phasen (Abb. 1).

limberger_kolumne_wd_8.19_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Die fünf Phasen des Mitarbeiter-Lifecycles [1]

In der Phase der Einführung ist man als junger Entwickler noch hochmotiviert. Als Berufseinsteiger freut man sich über ein ordentliches Gehalt oder darauf, ein Teil des Entwicklerteams zu sein und über das tägliche Learning on the Job. Vielleicht hat man einen verantwortungsbewussten Mentor an der Seite, den man fragen kann und der einen Schritt für Schritt in die Tricks und Geheimnisse von hochkomplexen IT-Lösungen einweiht. Nach und nach übernimmt man mehr Aufgaben, mehr Verantwortung und professionalisiert sich immer mehr in seinem Spezialgebiet.

Die Phase zwei ist damit eingeläutet. Die jungen Kollegen kommen nun schon selbst mit Fragen auf einen zu, man besucht Schulungen, geht auf Konferenzen und darf hier und da auch schon seine eigenen Ideen einbringen und umsetzen. In dieser Phase passiert es jedoch auch, dass die anfängliche Euphorie platzt wie eine Seifenblase. Sei es, weil sich Erwartungen nicht erfüllt haben oder der Welpenschutz vorbei ist und man nun im Hamsterrad mittläuft. Oft kommt es bereits in dieser Phase, in der man so langsam den Durchblick erlangt, zur Frühfluktuation. Wenn Gespräche mit dem Vorgesetzten einen hier nicht weiterbringen und Umstände sich nicht ändern, wenn man bereits hier keine Perspektiven mehr sieht, wird man sich nach neuen Herausforderungen umsehen. Schließlich ist man nun auf dem Markt gefragt. Die erste einschlägige Projekterfahrung und IT-Spezialisierung lässt bei einem Jobwechsel eventuell auch eine höhere Gehaltsforderung rechtfertigen, auf die man in der aktuellen Abteilung no...

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