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Wird Deno alles besser machen und Node.js ablösen?

Deno - das Ende von Node.js?


Node.js ist seit Langem eine etablierte Umgebung zur Ausführung von serverseitigem JavaScript und aus modernen IT-Landschaften kaum wegzudenken. Moderne Unternehmen wie Uber oder Netflix haben Node.js seit Jahren im Einsatz. Doch mit der Veröffentlichung von Deno, einer serverseitigen Ausführungsumgebung für TypeScript und JavaScript, könnte sich das bald ändern. Alte Zöpfe werden abgeschnitten und moderne Konzepte halten Einzug. Wird sich Deno zur IT-Landschaft dazugesellen oder gar das Urgestein Node.js von seinem Platz stoßen?

Mitte 2019 hat Ryan Dahl auf der JSConf EU in seinem Talk „10 Things I Regret About Node.js“ über die Dinge gesprochen, die er bei Node.js hätte besser machen können. Dahl ist der Gründer und anfängliche Hauptentwickler der serverseitigen JavaScript-Plattform Node.js. Er sprach dort sehr offen darüber, dass bspw. die Auflösung der Module über node_modules zu komplex ist, die package.json-Datei eher aus der Not heraus geboren wurde, und dass er verantwortlich dafür ist, dass Node. js Callback- und nicht Promise-basiert ist. Ein Stand von Node.js hatte sogar Promises implementiert, allerdings hat Ryan das wieder ausgebaut, da er damals nicht an Promises geglaubt hat. Mittlerweile haben sich Promises als Standardwerkzeug etabliert. Außerdem, so erzählt er, hat Node.js nie ein sinnvolles Sicherheitskonzept gehabt und das obwohl die V8 Engine, die zur JavaScript-Interpretation genutzt wird, alles mit on board hat. Er hat es schlicht nicht implementiert.

Es ist also an der Zeit, dass alles besser zu machen. Auf der Konferenz stellte Dahl daher seine neueste Entwicklung vor. Es ist ähnlich wie zu Node.js-Zeiten ein sehr junger Prototyp: Deno – eine sichere Laufzeitumgebung für JavaScript und TypeScript [1]. Deno baut wie Node. js auf V8 auf und nutzt, im Gegensatz zu Node. js, Rust statt C++ zur Entwicklung von Deno selbst. Da Ryan großer TypeScript-Liebhaber ist, ist es für ihn selbstverständlich, dass Deno TypeScript unterstützt. Node.js lässt sich selbst auch mit TypeScript nutzen, allerdings muss man den Weg der Kompilierung und den Support des Debuggings selbst implementieren. Bei Deno kommt alles out of the box. Rund ein Jahr später, im Mai 2020, wurde Deno offiziell in Version 1.0 veröffentlicht. Möglich gemacht hat das nicht nur Ryan selbst, sondern die auch mittlerweile 328 Mitwirkenden.

Getreu der Redewendung „Alles neu macht der Mai“ ist es wichtig zu wissen, dass Deno sich bewusst entschieden hat, nicht mit Node.js kompatib...

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