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Der Language Understanding Service von Microsoft Azure

Die Quintessenz eines Satzes


Notruf 112: „Auf der A7 war ein Verkehrsunfall mit einem Auto und einem Sattelschlepper.“ Wenn wir Menschen so einen Satz hören, dann können wir blitzschnell den Inhalt erfassen: Unfall, Autobahn, PKW, LKW. Wir sind gut darin, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und zu abstrahieren. Genau dasselbe Ziel hat der Language Understanding Intelligent Service (LUIS).

LUIS ist nicht neu, er wurde bereits 2015 im Zuge des Project Oxford (jetzt: Cognitive Services) vorgestellt und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die grundsätzliche Herangehensweise ist aber immer gleichgeblieben: Über ein Webportal müssen genügend Beispielsätze (Utterances) bereitgestellt und entscheidende Wörter (Entities) markiert werden. Anschließend wird ein Machine-Learning-Modell trainiert, das in der Lage ist, neue Sätze zu verstehen und die Quintessenz herauszufiltern. Dieses Modell kann abschließend als REST-Endpunkt gepublisht und sowohl in Bots als auch jeder herkömmlichen Anwendung zur Analyse von geschriebenen Sätzen verwendet werden. Die Abrechnung erfolgt nach einem Pay-per-Use-Modell: 1 000 Transaktionen kosten knapp über einen Euro.

Vor dem Start

LUIS ist ein Teil der Azure Cognitive Services, Sie benötigen somit eine Azure Subscription, um dort eine neue Language-Understanding-Ressource anzulegen (genauer gesagt werden zwei Keys angelegt, ein Authoring- und ein Prediction-Key, die beide notwendig sind).

Abhängig von der gewählten Region des Rechenzentrums können Sie anschließend auf das LUIS-Portal surfen, in Europa lautet die Adresse https://eu.luis.ai. Sobald Sie sich angemeldet haben, werden Sie recht intuitiv durch den Prozess geleitet. Der erste Schritt ist das Anlegen einer neuen LUIS-App, bei der die Auswahl der gewünschten Sprache die wichtigste Einstellung ist.

Worum geht es in diesem Satz?

Die erste Einschätzung, die Sie von LUIS bekommen können, ist die grundlegende Intention des analysierten Satzes. Um beim obenstehenden Beispiel zu bleiben: Handelt es sich um einen Verkehrsunfall, um einen Herzinfarkt oder um Halsschmerzen? Für jedes dieser Szenarios – LUIS nennt sie Intents – müssen Sie nun genügend, möglichst verschiedene und kreative Beispielsätze bereitstellen. Wie viel „genügend“ ist, hängt von der Komplexität ab – in manchen Fällen genügen bereits 5-10 Sätze für eine ausreichend gute Erkennung, manchmal sind es 50 oder 100 Sätze. Entscheidend ist vor allem, wie viele Intents Sie voneinander unterscheiden möchten und wie ähnlich sich dies...

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