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Rückschau auf die Microsoft-Build-Konferenz 2020

One .NET kommt erst mit .NET 6.0


Aufgrund der COVID-19-Krise verschiebt Microsoft die Vereinheitlichungen der .NET-Implementierungen von .NET 5.0 auf .NET 6.0. Auch WinUI 3 erscheint erst 2021 und Xamarin verliert seinen Namen.

Die größte Entwicklerkonferenz von Microsoft fand vom 19. bis 21. Mai 2020 erstmals komplett virtuell als Onlinekonferenz statt. Schon Anfang März hat sich Microsoft entschieden, die Build 2020 komplett ins Internet zu verlegen. Die zuvor registrierten Teilnehmer erhielten ihre Gebühr zurück, die Teilnahme war für jedermann kostenfrei. Die Vorträge wurden mehrfach für verschiedene Zeitzonen gehalten, die Keynotes wiederholt.

Neben Frontalveranstaltungen mit unlimitierter Teilnehmerzahl gab es auch interaktive Frage-Antwort-Sitzungen mit Einlassbegrenzung. Letztere wurden über Microsoft Teams gehalten. Für die nichtinteraktiven Vorträge bediente sich Microsoft der professionellen Live-Produktionssoftware von Tagboard [1], die einige interessante Picture-in-Picture-Ansichten lieferte. Die 648 Vorträge der Build 2020 kann man sich auch im Nachhinein kostenfrei auf der Konferenzwebsite ansehen.

Vereinheitlichung von .NET kommt erst Ende 2021

Auf der Build 2019 hatte Microsoft die Zusammenführung von .NET Framework, .NET Core und Mono/Xamarin zu einer einheitlichen Implementierung angekündigt, die als .NET 5.0 im November dieses Jahres erscheinen sollte. Nun hat Microsoft verkündet, dass die Integration von Mono und Xamarin nicht mit .NET 5.0 (am 10.12.2020 im Rahmen der .NET Conf 2020) erfolgen wird, sondern auf .NET 6.0 im November 2021 verschoben wurde. Von einer Integration der Universal Windows Platform (UWP) war gar nicht mehr die Rede, stattdessen fokussiert sich Microsoft auf deren Nachfolger Windows UI Library 3 (WinUI 3).

Da die Übernahme von Klassen aus dem klassischen .NET Framework in .NET Core schon mit .NET 3.0 abgeschlossen wurde, ist das Projekt One .NET also faktisch nicht mehr Teil von .NET 5.0. Das Microsoft-Marketing spricht nun von der .NET-5.0/. NET-6.0-Welle.

Wie Abbildung 1 zeigt, sollen dann in .NET 6.0 alle .NET-Anwendungsarten die gleiche Klassenbibliothek (Base Class Library, BCL) und das gleiche Software Development Kit (SDK) verwenden. Es sind aber weiterhin zwei Runtimes geplant (die bisherige .NET Core Runtime und die Mono Runtime).

WinUI 3 kommt auch erst 2021

Dass nicht alles auf den Erscheinungstermin von .NET 6.0 im November 2021 vertagt ist, sieht man hingegen bei WinUI 3. Nach den zwei Alphaversionen im November 2019 und Februar ...

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