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Kolumne: Stropek as a Service

Auch die Cloud setzt die Gesetze der Physik nicht außer Kraft


Strom kommt aus der Steckdose und Trinkwasser aus der Wasserleitung. Diese vereinfachte, fast schon kindliche Logik kommt daher, weil wir gelernt haben, uns über die komplexen Zusammenhänge, die hinter vielen alltäglichen Dingen stecken, keine Gedanken machen zu müssen. Über Jahrhunderte haben unsere Zivilisationen die Infrastruktur zur Versorgung mit Dingen wie Wasser, Strom, Gas, Fernwärme etc. perfektioniert. Selbst wenn wir die Hintergründe verstehen wollten, wäre das nicht so leicht möglich.

In unserem Alltag sind einfache Endergebnisse oft das Produkt riesiger, komplexer Systeme, an deren Aufbau und Wartung viele Menschen und Maschinen mitwirken. Gute Software-as-a-Service-Lösungen sind da ganz ähnlich.

IT kommt aus dem Netz

Bei meiner Arbeit mit Teams, die Cloud-Computing einsetzen, nehme ich immer öfter eine ähnliche Einstellung in Sachen IT wahr wie beim Strom aus der Steckdose. Warum sich darüber Gedanken machen, wie Microsoft, Google, Amazon und Co. das zusammenbringen? Wenn wir Rechenleistung oder Speicher brauchen, klicken wir auf einen Knopf in einem Managementportal und ein paar Sekunden oder Minuten später haben wir die Ressourcen, die wir brauchen. Wenn wir Software für einen gewissen Zweck brauchen, suchen wir uns ein SaaS-Projekt, schließen ein Abonnement ab und überlassen alle betrieblichen Fragen dem SaaS-Anbieter. Zum Strom aus der Steckdose hat sich die IT aus dem Internetkabel dazugesellt.

Ich halte diese Entwicklung nicht für grundsätzlich schlecht, ganz im Gegenteil. Sie zeigt, dass Cloud und SaaS erwachsen werden. Die Anbieter haben bewiesen, dass man sich auf sie so gut wie immer verlassen kann. Je länger nichts passiert, desto mehr rücken Fragen nach den technischen Details in den Hintergrund.

Cloud bedeutet Time Sharing

Das blinde Vertrauen in Betreiber hat aber auch bei Cloud-Computing und SaaS seine Schattenseiten. Was ist, wenn einmal nichts mehr geht? Ist man vorbereitet? Was, wenn die gewünschten Server einmal nicht mehr verfügbar sind, wenn man sie dringend braucht? Lassen Sie mich das an einigen Praxisbeispielen erklären.

Ein Unternehmen will Cloud-Kosten sparen und fährt am Wochenende einen Großteil der nicht gerade kleinen Infrastruktur in der Cloud herunter. Ein Script, das in der Nacht auf Montag automatisch läuft (z. B. mit Azure Automation), startet alles Notwendige oder skaliert die verkleinerten Cluster auf die für den Vollbetrieb notwendige Größe. Diese Vorgehensweise ist vorbildlich. Sie spart Kosten und Ener...

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