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Konzeption und Implementierung der App-Navigation für die UWP

Navigieren aus dem Labyrinth


Das klassische Anwendungsmenü scheint ein Auslaufmodell zu sein und ist für Apps der UWP auch nur noch in Ausnahmefällen sinnvoll. Dennoch braucht es auch in Apps eine durchdachte Struktur, um den Nutzer zielgerichtet zu leiten. Tabs, Pivot- und Hub-Navigation muss man richtig einsetzten.

Mit den neuesten Windows-10-Updates wird die Universal Windows Platform (UWP) auch für sogenannte Line-of-Business-Anwendungen interessanter. Ein wichtiger Grund: Aus der App heraus ist nun auch ein SQL Server direkt ansprechbar und der Zugang zu Datenquellen daher nicht nur über die Cloud möglich [1]. Ist bei einer neuen Applikation die Entscheidung zugunsten einer UWP-App gefallen, müssen neben den funktionalen Aspekten auch die Belange der Nutzerführung bzw. -interaktion betrachtet werden. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Festlegung bzw. Ausgestaltung der Navigationsstruktur. Dasselbe gilt auch, wenn eine bestehende Desktopanwendung zu einer UWP-App migriert werden soll. Dabei geht es nicht nur darum, die technischen Fragen zu klären; ebenso ist das gesamte Konzept der Navigation bzw. Menüführung auf den Prüfstand zu stellen und in den meisten Fällen auch vollständig neu zu fassen. Klassische Windows-Anwendungen haben den Nutzer jahrelang an die Navigation über Anwendungsmenüs gewöhnt. Eine Variation ist das Menüband, das Microsoft Office vor vielen Jahren eingeführt hat. Mittlerweile wird es auch in zahlreichen anderen Applikationen verwendet. Unterstützt wird die Bediendung meist über Symbolleisten.

Für Apps geht man bei der Nutzerführung bekanntermaßen einen ganz anderen Weg. Im Mittelpunkt steht stets der Content. Die Bedienelemente sind nur kontextbezogen vorhanden und passen sich dynamisch der Situation an. Darüber hinaus dient meist auch der Content selbst als Navigationshilfe. Dieses Vorgehen ist inspiriert durch die Nutzung von Apps auf mobilen Geräten, denn diese werden eben nicht mit Maus und Tastatur bedient, sondern per Touch-Eingabe. UWP-Apps nehmen hier eine Sonderstellung ein: Sie funktionieren sowohl auf Tablets mit Windows 10, bei denen die Bedienung per Touch erfolgt, als auch auf klassischen Desktop- und Notebookgeräten. Bei modernen Bildschirmen ist auch hier eine Touch-Bedienung möglich, aber sie wird meist nur als zusätzliches Feature genutzt, da Maus und Tastatur ebenso vorhanden sind.

In diesem Artikel soll speziell die Navigation einer UWP-App im Fokus liegen. Die beiden Hauptthemen sind dabei Designgrundlagen für eine gelungene Navigation u...

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