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Windows Developer
Olis bunte Welt der IT

Was man übers Wissen wissen sollte, oder: Wie sag ich’s dem Neuling?

Wer etwas weiß, das andere nicht wissen, kann denen etwas beibringen. Oft ist es auch wichtig, zu wissen, wie schwierig ein neues Thema zu lernen ist. In beiden Fällen gilt es, den richtigen Ansatz zu finden.

Oliver Sturm


Eines meiner kleinen privaten Projekte ist zurzeit die Arbeit an einem kurzen Vortrag für meinen Amateurfunkverein. Das Thema soll die Programmierung von Computern sein. Die Mitglieder des Clubs sind teilweise etwas älter, zwar technisch sehr interessiert, aber eher unwissend, wenn es um Computer geht – reine Anwender! Also habe ich überlegt: Wie bringe ich solchen Leuten die Programmierung von Computern näher? Was muss man dazu heutzutage eigentlich wissen? Der Vortrag soll keine Einführung in die Programmierung sein, sondern eher ein Überblick, ein Eindruck, eine Vermittlung der Idee der Programmierung.Nun ist dieses Thema für viele Entwickler und Teamleiter ebenfalls oft interessant, wie auch für jeden, der Kindern oder anderen Neulingen die Programmierung näherbringen möchte. Als Entwickler sehe ich mich zum Beispiel manchmal in der Situation, neu eingestellten Kollegen die Zusammenhänge einer Software erklären zu müssen. Womöglich kennen diese Kollegen die Plattform nicht sehr gut, auf der die Software laufen soll.Dann fange ich an zu erklären: „Das Layout dieser Seite wird von Bootstrap gehandhabt.“ – „Bootstrap?“ – „Ja, das ist eine CSS Library, die unter anderem ein Layout-Grid implementiert.“Wenn diese Erklärung nicht auf Verständnis stößt, muss ich weiter ausholen. Aber wie weit? Natürlich überlasse ich dem Kollegen letztlich die Arbeit, sich über die notwendigen Grundlagen zu informieren. Allerdings möchte er vielleicht gern eine Übersicht über die wichtigsten Themen von mir bekommen, um in die bisher unbekannte Materie einzusteigen.Wissen einschätzenInsgesamt ist die Computerei heute unglaublich komplex und abstrakt. Als ich selbst damit begann, in den frühen 80er Jahren müsste das gewesen sein, war der Heimcomputer noch sehr neu. Ich habe als Kind mit Logo gespielt, dann Basic auf verschiedenen Systemen programmiert und Assembler gelernt, später auch C. In der Schule gab’s dann Pascal als höhere Sprache, und zu der Zeit habe ich Assembler hauptsächlich für eine sehr anstrengende Alternative gehalten, die manchmal zur Verbesserung der Performanz erforderlich war. Wenn ich zurückblicke, ist mir klar, dass meine Auswahl sowohl willkürlich als auch begrenzt war. Später lernte ich ältere Programmierer kennen, und die hatten Erfahrungen mit früheren Sprachen, wie COBOL, Fortran oder Lisp, und ganz anderen Systemumgebungen, etwa auf Hosts oder Terminalservern. Da ich persönlich Interesse hatte, lernte ich einige dieser Altlasten besser kennen – ab...

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Olis bunte Welt der IT

Was man übers Wissen wissen sollte, oder: Wie sag ich’s dem Neuling?

Wer etwas weiß, das andere nicht wissen, kann denen etwas beibringen. Oft ist es auch wichtig, zu wissen, wie schwierig ein neues Thema zu lernen ist. In beiden Fällen gilt es, den richtigen Ansatz zu finden.

Oliver Sturm


Eines meiner kleinen privaten Projekte ist zurzeit die Arbeit an einem kurzen Vortrag für meinen Amateurfunkverein. Das Thema soll die Programmierung von Computern sein. Die Mitglieder des Clubs sind teilweise etwas älter, zwar technisch sehr interessiert, aber eher unwissend, wenn es um Computer geht – reine Anwender! Also habe ich überlegt: Wie bringe ich solchen Leuten die Programmierung von Computern näher? Was muss man dazu heutzutage eigentlich wissen? Der Vortrag soll keine Einführung in die Programmierung sein, sondern eher ein Überblick, ein Eindruck, eine Vermittlung der Idee der Programmierung.Nun ist dieses Thema für viele Entwickler und Teamleiter ebenfalls oft interessant, wie auch für jeden, der Kindern oder anderen Neulingen die Programmierung näherbringen möchte. Als Entwickler sehe ich mich zum Beispiel manchmal in der Situation, neu eingestellten Kollegen die Zusammenhänge einer Software erklären zu müssen. Womöglich kennen diese Kollegen die Plattform nicht sehr gut, auf der die Software laufen soll.Dann fange ich an zu erklären: „Das Layout dieser Seite wird von Bootstrap gehandhabt.“ – „Bootstrap?“ – „Ja, das ist eine CSS Library, die unter anderem ein Layout-Grid implementiert.“Wenn diese Erklärung nicht auf Verständnis stößt, muss ich weiter ausholen. Aber wie weit? Natürlich überlasse ich dem Kollegen letztlich die Arbeit, sich über die notwendigen Grundlagen zu informieren. Allerdings möchte er vielleicht gern eine Übersicht über die wichtigsten Themen von mir bekommen, um in die bisher unbekannte Materie einzusteigen.Wissen einschätzenInsgesamt ist die Computerei heute unglaublich komplex und abstrakt. Als ich selbst damit begann, in den frühen 80er Jahren müsste das gewesen sein, war der Heimcomputer noch sehr neu. Ich habe als Kind mit Logo gespielt, dann Basic auf verschiedenen Systemen programmiert und Assembler gelernt, später auch C. In der Schule gab’s dann Pascal als höhere Sprache, und zu der Zeit habe ich Assembler hauptsächlich für eine sehr anstrengende Alternative gehalten, die manchmal zur Verbesserung der Performanz erforderlich war. Wenn ich zurückblicke, ist mir klar, dass meine Auswahl sowohl willkürlich als auch begrenzt war. Später lernte ich ältere Programmierer kennen, und die hatten Erfahrungen mit früheren Sprachen, wie COBOL, Fortran oder Lisp, und ganz anderen Systemumgebungen, etwa auf Hosts oder Terminalservern. Da ich persönlich Interesse hatte, lernte ich einige dieser Altlasten besser kennen – ab...

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